Sommer- und Winterportulak richtig pflegen

Wer das ganze Jahr hindurch frische Vitamine und Mineralstoffe in frischem Salat genießen möchte, sollte sowohl den Sommer- als auch den Winterportulak anbauen. Bei beiden Blattgemüsen handelt es sich um einjährige, krautige Pflanzen, die sich sehr leicht und ohne großen Aufwand pflanzen und pflegen lassen. Allerdings neigen beide Arten dazu, sich rasch unkontrolliert auszubreiten.

Portulak Pflege

Muss ich Portulak gießen?

Der Sonne und Wärme liebende Sommerportulak braucht, sofern er ausgepflanzt wurde, nur in Trockenperioden gegossen zu werden. Winterportulak benötigt in der Regel keine zusätzlichen Wassergaben.

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Wann und wie viel muss ich meine Portulakpflanzen düngen?

Portulak muss nicht gedüngt werden, kann jedoch zu Beginn der Pflanzzeit mit etwas zusätzlichem Gartenkompost versorgt werden.

Kann man Portulak im Topf kultivieren?

Insbesondere der Winterportulak wächst bodenbedeckend, während der Sommerportulak etwa 40 Zentimeter hoch werden kann. Trotz ihres eher breiten Wachstums können beide Arten auch im Topf gezogen werden, wobei ein buschigeres Wachstum durch das regelmäßige Kappen der Triebspitzen erzielt werden kann. Hervorragend für eine Kultivierung im Topf geeignet ist der ebenfalls essbare Peru-Portulak (Anredera species), eine sonnenhungrige und nicht winterharte Schlingpflanze.

Wann und wie sollte Portulak geschnitten werden?

Von beiden Portulakarten können Sie mehrmals im Jahr ernten, wobei jeweils die fleischigen Blätter entweder als Salat oder als Suppeneinlage verwendet werden. Schneiden Sie bei der Ernte immer die Blätter mitsamt den Stängeln ab, lassen dabei aber die untersten beiden Blätter stehen. Am besten schmecken die jungen Blätter, während ältere eher bitter werden. Daher sollten die Pflanzen auch nicht zu groß werden. Die noch geschlossenen Blütenknospen lassen sich wie Kapern einlegen, die sehr eiweißhaltigen Samen sind ebenfalls essbar. Winterportulak sollte dann geschnitten werden, wenn er etwa zehn Zentimeter lang ist – jedoch nicht später, da er sonst aufgrund des hohen Nitratgehaltes ungenießbar wird.

Ist Portulak anfällig für einen Befall durch bestimmte Schädlinge oder Krankheiten?

Wird Portulak zu feucht gehalten, neigt er stark zu einem Befall mit Schimmelpilzen. Auch Staunässe verträgt insbesondere der Sommerportulak nicht. Ansonsten mögen vor allem Nacktschnecken die saftigen und dickfleischigen Blätter gern.

Welche Portulakarten sind winterhart?

Sommerportulak ist eine einjährige Pflanze, die sich – sofern man sie lässt – zum Ende der Vegetationszeit selbst aussät und auf diese Weise zuverlässig wiederkommt. Allerdings ist sie, im Gegensatz zum Winterportulak, nicht winterhart.

Tipps & Tricks

Vor allem in Russland wurde Portulak früher in Essig oder Salz eingelegt und so als vitaminreiches Wintergemüse haltbar gemacht.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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