Pflanze des Monats: Der Walnussbaum

Mit seiner schönen Krone, den knorrigen Ästen und dem dichten Laubdach ist der Walnussbaum ein attraktiver Hausbaum, der sich allerdings eher für große Gärten eignet. Neben edlem Holz liefert er ausgesprochen gesunde Nüsse, die nicht nur im Winter den Speiseplan bereichern.

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Die Walnuss kann beeindruckend groß werden

Steckbrief

Systematik

  • Botanischer Name: Juglans regia
  • Ordnung: Buchenartige (Fagales)
  • Familie: Walnussgewächse (Juglandaceae)
  • Gattung: Walnüsse (Juglans)
  • Art: Echte Walnuss

Botanisches

  • Wuchstyp: Großbaum, Laubgehölz
  • Wuchshöhe: Bis 30 Meter
  • Wuchsbreite: Bis 15 Meter
  • Hauptblütezeit: April bis Mai
  • Blütenform: Kätzchen
  • Blütenfarbe: Gelb
  • Blatt: Gefiedert, kräftig grün
  • Früchte: Grüne Steinfrüchte

Herkunft

Das natürliche Vorkommen der Walnussbäume erstreckt sich von den Balkanländern über Zentralasien bis nach China. Wegen seines edlen Holzes und den schmackhaften Früchten wurde der Baum bereits von den alten Römern in Mitteleuropa kultiviert.

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Standort und Substrat

Walnussbäume bevorzugen warme, sonnige und geschützte Lagen. Deshalb sind sie in Deutschland vorwiegend in den Weinbaugebieten zu finden. Die mächtigen Nussbäume gedeihen am besten auf fruchtbaren, lehmig-humosen und kalkhaltigen Böden.

Pflanzung

Im Alter bilden Walnussbäume eine sehr ausladende Krone und benötigen viel Platz. Bitte beachten Sie: In unmittelbarer Nähe dieser Bäume wachsen kaum Pflanzen, da die in der Fruchthülle enthaltenen Farb- und Gerbstoffe das Wurzelwachstum anderer Gewächse hemmen.

Pflege

Etwas Dünger im Frühling sowie reichliche Wassergaben in Trockenphasen lassen den robusten Baum kräftig sprießen.

Rückschnitte sind nicht erforderlich. Sollte die Krone allerdings allzu ausufernd wachsen, können Sie diese von August bis September ein wenig in Form bringen.

Nüsse ernten

Ein großer Walnussbaum kann bis zu 150 Kilogramm Nüsse jährlich produzieren. Die Walnüsse können Sie ernten, sobald sie vom Baum fallen und die grüne Schale aufplatzt.

  • Lesen Sie die reifen Walnüsse möglichst jeden Tag auf.
  • Faulige und schimmlige Nüsse ebenfalls einsammeln und in der Biotonne entsorgen. Sie könnten vom Apfelwickler oder der Walnussfruchtfliege befallen sein.
  • Vor dem Verzehr ganz frischer Nüsse die weiße Haut entfernen.
  • Bei den zur Lagerung vorgesehenen Nüssen die weichen, grünen Außenhüllen abpellen und die Schale anschließend abbürsten.
  • Keinesfalls abwaschen, da hierdurch Feuchtigkeit und Pilzsporen ins Innere gelangen können.
  • Ausbreiten und bei Raumtemperatur trocknen lassen.
  • Mehrmals am Tag wenden.
  • Nach drei bis sechs Wochen sind die Nüsse trocken und können, in Säcke oder Netze gefüllt, aufgehängt verwahrt werden.

Tipp

Walnüsse lassen sich gut einfrieren und behalten im Kälteschlaf ihr wundervolles Aroma. Knacken Sie hierzu die Nüsse und entfernen Sie die Kerne. Auf einem Backblech dörren, in Gefrierbeutel füllen und in den Tiefkühlschrank legen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Elena Satkeeva/Shutterstock

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