Lärche – der optimale Abstand als Hecke oder Solitär

Die Lärche ist ein Nadelbaum, der nicht nur in den Wäldern heranwächst. In großen Gärten darf er seine imposante Statur frei zu Schau stellen oder sich eng in eine Hecke einreihen. Wann muss welcher Pflanzabstand eingehalten werden?

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Lärchen sollten möglichst frei stehen

Die Lärche ist ein Lichtbaum

Die Lärche wird gemeinhin als Lichtbaum bezeichnet. Sie mag es gern, wenn sie in Helligkeit getaucht ist, und das von allen Seiten. Deswegen ist die Lärche auch kein Baum für allzu enge Nachbarschaften, die mit ihr um das Sonnenlicht konkurrieren.

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Je enger der Pflanzabstand zu anderen Bäumen, aber auch zu Bauwerken gewählt wird, umso mehr ist in späten Jahren mit unschönen Abweichungen in ihrer Entwicklung zu rechnen.

Platzbedarf steigt mit den Lebensjahren

Gute 600 Jahre kann die Lärche unter besten Lebensbedingungen alt werden. Die Zahlenwerte, die einen alten Lärchenbaum charakterisieren, sind beeindruckend:

  • Höhe über 50 m
  • Kronendurchmesser mehr als 8 m
  • Stammdurchmesser bis zu 2m

Eine junge Lärche aus der Baumschule kann mit diesen Werten nicht mithalten. Sie ist so dünn und klein, dass sie überall im Garten Platz findet. Doch obwohl kaum ein Gärtner Jahrhunderte vorausdenkt, muss er schon beim Pflanzen einen größeren Abstand finden. Die Lärche wird nach dem Anwurzeln schnell in alle Richtungen streben.

Lärche als Solitär

Dieser Baum möchte seine Zweige nicht regelmäßig der Schere opfern, deswegen gehört er so nur in einen großen Garten. Am besten ist es, wenn in einem Radius von 5 m weder ein Baum noch ein Gebäude steht.

Wenn dieser Abstand beim Pflanzen nicht eingehalten wird, stört das zunächst nicht weiter. Doch die Jahre vergehen, Krone und das unsichtbare Wurzelwerk werden immer breiter. Die Lärche muss ggf. unschön geschnitten oder gar gefällt werden.

Lärche als Heckenbepflanzung

Die Europäische Lärche ist auch als Heckenbepflanzung beliebt, obwohl sie im Winter keinen ausreichenden Sichtschutz bietet. Anders als die meisten Nadelbäume färbt sie ihre Nadeln im Herbst gelb und wirft sie zu Boden.

Ein Baum, der von der Natur als Riese geplant ist, ist als Heckenpflanze irgendwie nicht vorstellbar. Dennoch lassen sich damit gute Ergebnisse erzielen, zumindest mit sehr viel Schneiden.

Bei einer Heckenbepflanzung muss der Pflanzabstand zwischen zwei Lärchen auf 1,5 m verringert werden. Manche Baumschulen empfehlen sogar einen Pflanzabstand von 1 m oder noch weniger.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Evgeny Haritonov/Shutterstock

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