3 Methoden zum Vermehren der Papageienpflanze

Ob man sich eher in ihre rotorangen Blüten verliebt oder in ihre bizarren Früchte - die als giftig geltende Papageienpflanze gewinnt in Kürze Zuspruch. Wer gern mehrere Exemplare von ihr hätte, muss nicht zwangsläufig einkaufen gehen...

Papageienpflanze Samen
Die Papageienpflanze kann z.B. über Samen vermehrt werden

Stecklinge zum Vermehren heranziehen

Die wohl einfachste Vermehrungsmethode für die Papageienpflanze ist die Stecklingsvermehrung. Sie können die Stecklinge im Zuge des Rückschnitts gewinnen. Die Triebe hierfür sollten im besten Fall halbverholzt und 10 bis 15 cm lang sein. Entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie die Stecklinge entweder in einen Topf mit Anzuchterde oder stellen Sie sie in ein Glas mit Wasser.

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Samen sammeln und säen

Wesentlich langwieriger ist die Aussaat. Zunächst brauchen Sie Samen. Diese können Sie ganz leicht im Herbst aus den ausgereiften Früchten entnehmen. Die Früchte platzen im Herbst auf. Die Samen hängen an den seidenartigen Fäden. Werden Sie nicht gesammelt, werden sie durch den Wind verbreitet, überwintern und keimen dann im Frühjahr etwa im März.

So gehen Sie die Aussaat direkt an:

  • Samen 1 Woche im Kühlschrank stratifizieren (Kältereiz)
  • Töpfe oder Saatschale mit Aussaaterde befüllen
  • Samen flach säen (Lichtkeimer)
  • Substrat feucht halten – Sprühflasche benutzen
  • an hellen Platz stellen
  • ideale Keimtemperatur: 15 bis 20 °C
  • durchschnittliche Keimzeit: 2 bis 3 Wochen
  • ab 2 cm Größe vereinzeln
  • überwintern

Die Pflanze teilen

Eine dritte Methode ist es, diese Pflanze mithilfe ihrer Wurzeln zu teilen. Dazu sollten Sie den Wurzelstock ausgraben und mit einem Spaten in der Mitte teilen. Alternativ können Sie auch Rhizomstücke abtrennen. Die gewonnenen Teile pflanzen Sie an einen halbschattigen bis sonnigen Standort oder in einen tiefen Kübel.

Vermehrt sich auch von allein…

Doch die Vermehrung der Papageienpflanze muss man nicht zwangsläufig in die eigenen Hände nehmen. Dieses Gewächs vermehrt sich auch von selbst, wenn keine Wurzelsperre angebracht wurde. Mit seinem unterirdischen Rhizom verbreitet es sich und bringt an der Oberfläche viele neue Pflanzen hervor.

Tipps

Im ersten Jahr sollten Sie die Jungpflanzen vor Frost schützen. Überwintern Sie sie am besten Zuhause an einem kühlen und schattigen Platz.

Text: Anika Gütt

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