Oleander nach dem Winter langsam umgewöhnen

Oleander sollte - zumindest bei Temperaturen unter minus fünf Grad Celsius - besser in einem frostgeschützten, aber kühlen und hellen Raum überwintern. Dabei sollten Sie die Kübelpflanze nach Möglichkeit nicht den ganzen Winter über drinnen lassen, sondern tatsächlich nur, wenn es unbedingt notwendig ist - beispielsweise in strengen Wintern. Draußen fühlt sich der mediterrane Zierstrauch einfach am wohlsten.

Oleander im Frühling
Oleander sollte nach dem Winter an einem schattigen Plätzchen eingewöhnt werden

Oleander nicht abrupt aus dem Winterquartier ausräumen

Sollte der Oleander jedoch mehrere Wochen oder gar Monate in seinem Winterquartier zugebracht haben, so sollten Sie einige wichtige Hinweise beachten – anderenfalls könnte die recht empfindliche Pflanze mit einem Schock reagieren. Dazu gehört beispielsweise, dass Oleander zwar so früh wie möglich wieder ins Freie sollen – nicht aber Oleander, die bei Temperaturen von mehr als zehn Grad Celsius überwintert haben. Zu warm überwinterte Oleander sind in der kalten Jahreszeit weitergewachsen, so dass die neuen Triebe nicht kälteresistent sind und einfach absterben würden. Kalt überwinterte Exemplare sind dagegen deutlich robuster.

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Aus dem Winterquartier zunächst in den Schatten

Außerdem gehören Oleander nicht aus dem Winterquartier direkt in die volle Sonne: Dieser abrupte Wechsel führt zu schweren Blattschäden und kann sowohl das Wachstum als auch die Blüte der Pflanze nachhaltig negativ beeinflussen. Stellen Sie den Kübel besser zunächst einmal an ein geschütztes und schattiges Plätzchen. Die Gewöhnung an die Sonne erfolgt allmählich und behutsam, so dass der Umstellschock für den Oleander nicht ganz so drastisch ausfällt.

Die richtige Pflege nach der Winterpause

Damit Ihr Oleander gut in die Saison startet und reichlich Kraft für eine reiche Blüte hat, sollten Sie ihn richtig pflegen.

Oleander vorsichtig zurückschneiden

Dazu gehört zunächst einmal ein vorsichtiger, pflegender Rückschnitt. Dabei entfernen Sie jedoch nur abgestorbene, kranke und zu schwache Triebe, um die übrigen auf diese Weise zu stärken. Überprüfen Sie den Strauch außerdem sorgfältig auf eventuelle Erkrankungen (insbesondere die Trockenfäule tritt oft nach dem Überwintern auf) und einen möglichen Schädlingsbefall.

Startdüngung für eine blütenreiche Saison

Außerdem wird es mit dem Ausräumen aus dem Winterquartier auch für die erste Düngung – damit Ihr Oleander gleich gestärkt in die neue Wachstumsperiode startet. Topfen Sie den Oleander – falls notwendig – in frisches Substrat und in einen größeren Topf um und mischen Sie außerdem einen guten Langzeitdünger für Blühpflanzen unter.

Tipps

Im Frühjahr sollten Sie das Pflanzgefäß außerdem mit Noppenfolie umwickeln und den Oleander gut einpacken – sonst können noch auftretende Nachtfröste schwere Schäden anrichten.

Text: Ines Jachomowski

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