Oleander

Oleandererde: Tipps für Kauf & Mischung

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Der Oleander erfreut mit seiner Blütenpracht und seinem mediterranen Flair, benötigt jedoch die richtige Erde, um optimal zu gedeihen. Dieser Artikel beleuchtet die Anforderungen an Oleandererde, bietet Anleitungen zum Kauf oder Selbermischen und gibt Tipps zur Düngung und zum Umtopfen.

Oleander Substrat
Blumenerde ist nicht das richtige für den Oleander

Geeignete Erde für Oleander kaufen

Die Wahl der richtigen Erde ist entscheidend, um Ihren Oleander optimal zu pflegen. Um seinen hohen Nährstoffbedarf zu decken, benötigt er ein nährstoffreiches Substrat. Worauf Sie beim Kauf von Oleandererde achten sollten, erfahren Sie hier:

  • Nährstoffgehalt: Wählen Sie eine Erde, die alle wichtigen Nährstoffe für ein kraftvolles Wachstum und eine reiche Blüte enthält.
  • Stabile Struktur: Die Erde sollte eine gewisse Festigkeit besitzen, um der Pflanze ausreichend Halt zu bieten.
  • Sauerstoffversorgung: Eine lockere Struktur erleichtert das Umtopfen und sorgt für eine gute Sauerstoffversorgung der Wurzeln.
  • Wasserspeicherfähigkeit: Das Substrat sollte Feuchtigkeit speichern können, ohne dass Staunässe entsteht.
  • Strukturmaterial: Kies, Lavagrus oder Blähton verbessern die Wasser- und Nährstoffverteilung im Substrat.
  • pH-Wert: Oleander bevorzugt einen leicht alkalischen pH-Wert zwischen 6 und 7. Eine leichte Kalkbeigabe kann hilfreich sein, um den optimalen pH-Wert zu erreichen.

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Greifen Sie beim Kauf am besten auf Produkte zurück, die speziell für mediterrane Pflanzen oder direkt für Oleander entwickelt wurden. Diese Erden sind optimal auf die Bedürfnisse abgestimmt und sorgen für eine ausgewogene Nährstoffversorgung, damit Ihr Oleander gesund und blühfreudig bleibt.

Oleandererde selber mischen

Oleandererde selber mischen

Ein ausgeglichenes Substrat fördert das Wachstum und die Blüte des Oleanders

Sie können die optimale Erde für Ihren Oleander auch selbst herstellen. Als Basis benötigen Sie Blumen- und lehmhaltige Gartenerde, Sand und Langzeitdünger. Durch sorgfältiges Mischen dieser Komponenten erhalten Sie ein Substrat, das den besonderen Ansprüchen des Oleanders gerecht wird und ihn bei Wachstum und Blütenbildung unterstützt.

Eigenschaften von guter Oleandererde

Eigenschaften von guter Oleandererde

Oleandererde ist lehmig schwer

Damit Ihr Oleander optimal wachsen und gedeihen kann, sollte die selbst gemischte Erde bestimmte Eigenschaften aufweisen:

  • Stabile Struktur: Die Erde sollte eine gewisse Festigkeit besitzen und nicht zu locker sein.
  • Mineralisch-lehmiger Charakter: Eine Mischung aus Blumen- und lehmhaltiger Gartenerde, angereichert mit Sand, gewährleistet die notwendige Wasser- und Nährstoffspeicherung.
  • Langzeitdünger: Durch die Zugabe von Langzeitdünger sorgen Sie für eine anhaltende Nährstoffversorgung und unterstützen das kräftige Wachstum und die üppige Blüte.
  • Durchlässigkeit und Belüftung: Sand fördert die Belüftung und Durchlässigkeit des Substrats und beugt Staunässe vor.
  • Kalkgehalt: Durch die lehmhaltige Gartenerde wird ein leicht alkalischer pH-Wert begünstigt, was dem Oleander zugutekommt.

Düngung von Oleander

Düngung von Oleander

Angemessene Düngung unterstützt Oleanders stattliche Blüte und Wachstum.

Oleander sind bekannt für ihre spektakulären Blüten und ihr starkes Wachstum. Dies geht mit einem entsprechend hohen Nährstoffbedarf einher. Um gesundes Wachstum und eine prächtige Blütenbildung zu fördern, sollten Sie verschiedene Düngeverfahren berücksichtigen.

Oleander bei der Pflanzung düngen

Bereits bei der Pflanzung oder beim Umtopfen können Sie die Weichen für eine lang anhaltende Nährstoffversorgung stellen:

  • Organischer Langzeitdünger: Reichern Sie die Erde mit Kompost oder einem anderen organischen Langzeitdünger an, um den Nährstoffgehalt zu erhöhen.
  • Gesteinsmehl: Gesteinsmehl versorgt Ihren Oleander zusätzlich mit Spurenelementen und Kalk, der den Boden-pH-Wert zwischen 5,8 und 7,0 reguliert.

Regelmäßige Düngung

Vom Frühling bis zum Ende des Sommers benötigt Ihr Oleander eine kontinuierliche Nährstoffversorgung:

  1. Flüssigdünger: Von April bis September sollten Sie Ihren Oleander einmal wöchentlich zusammen mit dem Gießwasser mit einem Flüssigdünger für mediterrane Pflanzen düngen.
  2. Langzeitdünger: Alternativ können Sie zu Beginn der Wachstumsphase einen organischen Langzeitdünger einsetzen, um eine Versorgung über mehrere Monate zu gewährleisten.

Düngung bis zum Spätsommer

Düngung bis zum Spätsommer

Ende August endet die Düngung, um neue Triebe zu vermeiden

Der letzte Zeitpunkt für die Düngung ist Ende August:

Keine neuen Triebe: Ab diesem Zeitpunkt sollten sich keine neuen Triebe mehr bilden, damit die Pflanze sich auf die bevorstehende Ruhephase vorbereiten und bestehende Triebe aushärten können.

Vorsicht bei Überdüngung

Vorsicht bei Überdüngung

Farbveränderungen an den Blättern können Hinweis auf eine Überdüngung sein

Obwohl Oleander eine Überdüngung besser toleriert als viele andere Pflanzenarten, sollten Sie dennoch mit Bedacht düngen, um potenzielle Risiken wie Blattrandnekrosen oder erhöhte Anfälligkeit für Schädlinge zu vermeiden.

Umtopfen von Oleander

Das regelmäßige Umtopfen ist ein wesentlicher Bestandteil der Oleanderpflege. Jüngere Pflanzen wachsen schnell und ältere Exemplare können aus dem verbrauchten Substrat herauswachsen. Dies kann sich negativ auf ihre Gesundheit und Blüte auswirken. Der frühe Frühling, noch vor dem Austrieb, ist die optimale Zeit zum Umtopfen und für die Überprüfung der Topfgröße. Zu dieser Zeit hat die Pflanze die meiste Energie für die Entwicklung von Blättern und Blüten zur Verfügung.

Bilder: User10095428_393 / iStockphoto