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Obstbäume lassen sich zum Kleinbleiben erziehen

Welcher kleine Obstbaum auch in Ihren Garten passt

Große Obstbäume gehören nicht in kleine Gärten oder gar in einen Kübel auf dem Balkon. Ihre weit ausladenden Kronen würden einen großen Teil des Gartens beschatten und ihre sich ausbreitenden Wurzeln die Gartennutzung massiv einschränken. Stattdessen sollten Sie lieber klein bleibende Sorten sowie kurzstämmige Wuchsformen bevorzugen.

Obstbäume auf schwachwüchsige Unterlagen veredeln

Damit Obstbäume sortenrein gezogen werden und möglichst schnell fruchten, werden sie in der Regel auf spezielle Unterlagen, d. h. den Wurzelstock einer anderen Art oder Sorte, veredelt. Gehölze, die eher klein bleiben sollen, werden dabei auf spezielle Unterlagen mit den Bezeichnungen M9 oder M27 veredelt. Diese wurden in der englischen East Malling Research Station speziell für Äpfel entwickelt. M9 erreicht dabei Höhen bis zu 2,50 Meter, das schwächer wüchsigere bleibt deutlich kleiner. Klein bleibende Birnen werden dagegen auf Quitten des Typs A oder C veredelt.

Für kleine Gärten geeignete Wuchsformen

Doch nicht nur die Veredlung, sondern auch die Wuchsform hat einen großen Einfluss auf den Platzbedarf eines Obstbaumes. Insbesondere für kleine Gärten sollten Sie einen Busch oder einen kurzstämmigen Baum bevorzugen.

Halbstamm

Ein Halbstamm hat eine Höhe von etwa 1,20 Meter, worauf Sie natürlich noch die Krone dazurechnen müssen. Somit eignet sich auch diese Wuchsform noch für kleine Gärten, sofern es sich nicht um eine starkwüchsige Edelsorte handelt. So sind der weit ausladende ‚Gravensteiner‘, der eine riesige Krone bildende ‚Schöner von Bath‘ oder der sehr starkwüchsige ‚Boskoop‘ nicht geeignet, während der ‚Augustapfel‘. die ‚Ananasrenette‘ oder der ‚Schwarze Edelapfel‘ wegen ihres von Natur aus schwächeren Wuchses geeigneter sind.

Busch

Ein Obstbaumbusch darf nicht mit einem klassischen Beerengehölz verwechselt werden, bei dem meist mehrere Triebe aus dem Boden wachsen. Stattdessen handelt es sich um einen kleinen Baum mit einer Stammhöhe zwischen 40 und 80 Zentimetern.

Spindelbusch

Spindelbüsche besitzen, im Gegensatz zu anderen Wuchsformen, keine Leitäste. Stattdessen sind sie lediglich aus dem Stamm sowie den von ihm ausgehenden Fruchtästen aufgebaut. Sie sind in der Regel schwachwüchsig und eher klein bleibend.

Säule

Hierbei handelt es sich um eine genetisch bedingte Wuchsform, bei der nahezu keine Seitentriebe ausgebildet werden und die Früchte am Stamm wachsen. Säulen- oder Stabbäume eignen sich perfekt sowohl für kleine Gärten als auch für eine Kübelhaltung.

Tipps

Auch ein Spalier eignet sich oft für einen kleinen Garten bzw. die Kübelhaltung, wobei solche Bäume oftmals nicht schwachwüchsig sind. Aber als Wandspalier erzogen, begrünen sie nicht nur nackte Hauswände, sondern nehmen auch nur wenig Platz weg.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Fauren/Shutterstock

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