Was tun mit Moos im Beet?

Moos ist vielen Gartenbesitzern ein Dorn im Auge. Doch die Organismen haben eine ganz spezielle Lebensweise und können auch im Beet nützlich sein. Vorbeugende Maßnahmen oder eine alternative Nutzung schonen den Lebensraum im Beet.

moos-im-beet
Moos kann im Gartenbeet dekorativ eingebaut werden

Lebensweise und Standortbedingungen der Moose

Eine hohe Luftfeuchtigkeit und Schatten sind ausschlaggebende Faktoren, die eine Moosausbreitung begünstigen. Die Sporenpflanzen wachsen bevorzugt auf einem sauren Boden und besiedeln Extremstandorte, an denen es andere Pflanzen schwer haben. Moose entwickeln keine Wurzeln. Die grünen Pflanzenteile nehmen Wasser aus der Luft auf. Wenn die Organismen vollständig austrocknen, sterben sie nicht ab. Sie gehen bei Trockenheit in einen Ruhezustand und überdauern ungünstige Bedingungen. Bei Verfügbarkeit von Wasser quellen sie auf, sodass ihr Stoffwechsel wieder aktiviert wird.

Lesen Sie auch

Besser vorbeugen als bekämpfen

Moose reinigen die Luft und schützen den Boden vor übermäßiger Verdunstung. Sie reagieren sensibel auf chemische Belastungen in Luft und Boden. Moose im Beet sind ein Anzeichen für einen unbelasteten Boden und reine Luft. Daher sollten Sie besser vorbeugende Maßnahmen durchführen, um die Ansiedlung von Moosen zu verhindern. Bekämpfungsmaßnahmen zerstören einen wichtigen Teil des Ökosystems.

Tipps zum Vorbeugen:

1. Den Boden entwässern

Ein zu nasses Substrat entsteht, wenn der Boden zu dicht oder zu schwer ist. Eine Drainage schafft Abhilfe.

2. Auflockern

Damit sich keine Staunässe ansammelt, lockern Sie den Boden regelmäßig auf. Das Wasser fließt besser ab und der Boden trocknet an der Oberfläche schneller.

3. Das Substrat anreichern

Düngen Sie den Boden hin und wieder mit Kompost oder einem organischen Volldünger. Bringen Sie Kalk auf dem Boden aus, um den pH-Wert anzuheben. Gesteinsmehl (9,33€ bei Amazon*) oder Sand verbessert die Eigenschaften des Bodens.

Alternative: Mit Moos gestalten

Zahlreiche Moosarten sind die idealen Bodendecker für Standorte im Schatten mit einer nassen und stark verdichteten Erde. Nutzen Sie die kleinen Moospolster aus den Beeten und pflanzen Sie diese an einen anderen Standort um. Aus Laubkompost und Sand schaffen Sie einen idealen Untergrund, den Sie mit einer Rasenwalze andrücken sollten. Die Moospolster setzen Sie im Abstand von etwa zehn Zentimetern auf die Fläche und drücken Sie leicht an. Innerhalb kurzer Zeit haben sich die kleinen Polster zu einem bodenbedeckenden Teppich entwickelt.

Text: Christine Riel
Artikelbild: PAN KBOON/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.