Misteln trocknen – Tipps und Tricks

Schon zu Zeiten der Druiden wurde die Mistel als Heilkraut genutzt, bis heute gilt sie zudem als Liebessymbol. Unter ihren aufgehängten Zweigen darf man sich zur Weihnachtszeit küssen. Getrocknet ist die Mistel dagegen ein Teekraut.

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Getrocknete Misteln können für Tee verwendet werden

Wann sollte ich Misteln trocknen?

Besonders leicht lassen sich Misteln im Herbst oder Winter sammeln, wenn die Bäume, auf denen die Misteln wachsen, ihr Laub abgeworfen haben. Im Januar und Februar wird wegen mangelnder Heilwirkung oft vom Sammeln abgeraten. Beginnt in Frühjahr der Neuaustrieb, dann wird das Auffinden in der wieder grünen Baumkrone wieder schwieriger. Dementsprechend sollten Sie Misteln zwischen Herbst und Frühjahr sammeln und trocknen.

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Was macht man mit getrockneten Misteln?

Aus getrockneten Misteln lässt sich ein Tee zubereiten, der vielfältig wirken soll. Anders als andere Kräuter wird der Misteltee jedoch als Kaltauszug zubereitet. Beim Erhitzen des Krauts können sich die enthaltenen Giftstoffe lösen und so in den Tee übergehen. Das gilt es unbedingt zu vermeiden! Umschläge mit Misteltee sollen Krampfadern und Ekzeme lindern und auch bei Rheumaschmerzen helfen.

Tipps

Für die regelmäßige innere Anwendung empfiehlt es sich, Misteltee in der Apotheke zu kaufen, dort sollte die Wirkstoffkonzentration überprüft sein.

Wie werden Misteln getrocknet?

Schneiden Sie nur junge Blätter und Triebe der Mistel und säubern Sie diese gründlich. Dabei entfernen Sie auch alle Beeren, sie werden nicht mit getrocknet. Hängen Sie das Trockengut an einen trockenen, warmen und luftigen Ort. Ein Dachboden ist oft gut geeignet. Nach dem Trocknen sollten das Kraut trocken und dunkel aufbewahrt werden. Feuchtigkeit lässt es leicht schimmeln.

Das Wichtigste in Kürze:

  • zwischen Herbst und Frühjahr sammeln, nicht bei Frost
  • Wirtsbaum nicht beschädigen
  • Sammelgut in kleine Stücke schneiden
  • an einem trockenen und warmen Ort aufhängen
  • Achtung: rohe Misteln gelten als gering giftig
  • trocken und lichtgeschützt aufbewahren
  • allenfalls in kleinen Dosen verwenden, zum Beispiel äußerlich bei Rheumaschmerzen
  • für innerliche Anwendung besser Tee aus der Apotheke verwenden

Tipps

Möchten Sie Misteln in der Natur sammeln, dann ist dies grundsätzlich für den privaten Gebrauch erlaubt. Vermeiden Sie aber unbedingt Beschädigungen am Wirtsbaum.

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: hjochen/Shutterstock

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