Die besondere Bedeutung der Mistel

Die Mistel ist bereits seit mehreren Tausend Jahren in der Kultur der Menschheit fest verankert. Sie gilt auch heute noch als Glücksbringer und Symbol für die Liebe. Schließlich ist der weihnachtliche Kuss unter einem Mistelzweig noch heute ein beliebtes Brauchtum.

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Es ist eine englische Tradition, sich unter dem Mistelzweig zu küssen

Für welche Bedeutung ist die Mistel allgemein bekannt?

Die Mistel galt schon in der Vergangenheit als eine ganz besonders symbolträchtige Pflanze. Die Symbolik des Mistelstrauchs ist bis heute ein fixer Bestandteil der weihnachtlichen Brauchtümer. Diese Tradition stammt ursprünglich aus England, ist jedoch mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum angekommen. Aus geschichtlichen Aufzeichnungen geht hervor, dass die Mistel die Fruchtbarkeit fördern und somit die Liebe stärken soll. Der berühmte Kuss unter dem getrockneten Mistelzweig soll dies schließlich besiegeln und für reichlich Nachwuchs sorgen.

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Welche geschichtliche Bedeutung hat die Mistel?

Die Mistel galt bereits bei den keltischen Druiden als göttliche Pflanze und wurde deshalb besonders verehrt. Es galt die Überzeugung, dass die Mistel durch einen göttlichen Blitzeinschlag in den Wirtsbaum entstanden ist. Aus diesem Grund galt sie als überaus wichtiges Symbol für die Fruchtbarkeit. Zudem war die Mistel als gesundheitsförderndes Heilkraut bekannt und kam bei der Herstellung vieler Heilmittel zum Einsatz. Bei der Ernte durften die Beeren der Mistel jedoch niemals den Boden streifen, da sonst die göttlichen Heilkräfte verloren gingen.

Ist die Mistel auch als Heilpflanze von Bedeutung?

Die Mistel war zur Zeit der keltischen Druiden als hochwirksame Heilpflanze bekannt und wird auch heute noch für diverse Tinkturen der Naturheilkunde verwendet. Die Mistelpräparate sollen bei unterschiedlichen Beschwerden eine schnelle Linderung verschaffen und zusätzlich das Immunsystem stärken. Die geerntete Mistel kann in diesem Fall als besonders gesundheitsförderndes Heilkraut gesehen werden. Die Tinktur der Pflanze wird meist in Form einer Salbe oder einer Heilpackung auf die betroffenen Stellen aufgetragen.

Tipp

Die Weißbeerige Mistel als Heilmittel

Bei der Weißbeerigen Mistel handelt es sich eigentlich um eine giftige Pflanze. Die Beeren des Gewächses beinhalten hierbei das gesamte Gift. Diese sollten nicht verzehrt oder in Form einer Tinktur eingenommen werden. Bei einer äußeren Anwendung hat sie allerdings äußerst positive Eigenschaften. Als Salbe kann sie daher wahre Wunder bewirken. Die Blätter der Weißbeerigen Mistel kurbeln außerdem den Stoffwechsel an.

Text: Isabella Taller
Artikelbild: Juice Flair/Shutterstock