Mirabellenbaum – Steckbrief eines „unbekannten“ Obstbaumes

Der Mirabellenbaum ist bei uns durchaus verbreitet, wenn er auch weit hinterm Apfelbaum rangiert. Dass er zahlreiche kugelrunde Früchte trägt, die mit ihrem Gelb mit der Sonne um die Wette leuchten, dürfte jedem bekannt sein. Doch wie viel mehr wissen Sie über diesen Obstbaum?

mirabellenbaum-steckbrief
Die Mirabelle wird auch Gelbe Zwetschge genannt

Name, Ursprung und Verbreitung

  • Botanischer Name: Prunus domestica subsp. syriaca
  • Volksnamen: Gelbe Zwetschge; oft fälschlich Kirschpflaume
  • Gattung: Prunus
  • Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
  • Ursprung: Kleinasien (Nordperisen/Iran)
  • Verbreitung: Mittel- und Südeuropa, Nordafrika

Tipps

Wenn Sie im Garten einen Mirabellenbaum pflanzen möchten, können Sie in Baumschulen aus vielen verschiedenen Sorten wählen. Am bekanntesten ist sicherlich die „Mirabelle von Nancy“.

Wuchs, Aussehen und Früchte

  • winterharter, sommergrüner Obstbaum
  • erreicht bis zu 6 m Größe
  • wird zwischen 30 und 120 Jahre alt
  • Blätter sind glatt und grün, auf der Unterseite samtig
  • epileptisch, bis zu 8 cm lang und bis 5 cm breit
  • Blütezeit ist April bis Mai
  • weiße Blüten erscheinen in Büscheln
  • Früchte sind kirschgroß, rund und goldgelb
  • süßer, aromatischer Geschmack
  • Fruchtreife ist im August und September

Bevorzugte Lebensbedingungen

Der Mirabellenbaum mag Wärme und ist an einem sonnigen Standort gut aufgehoben. Er sollte aber gleichzeitig auch geschützt sein. Deswegen ist die Nähe zu einer Mauer ideal. Der Boden muss locker, durchlässig und nährstoffreich sein. Die Erde sollte leicht feucht sein und neutral bis alkalisch.

Lesen Sie auch

Vermehrung

Ein junger Mirabellenbaum kann im Handel gekauft werden, lässt sich aber auch daheim gut vermehren. Am einfachsten klappt das über Stecklinge, er lässt sich aber auch aus einem Kern ziehen. Gärtnereien dagegen praktizieren die Veredelung.

Pflegeaufwand bei der Kultivierung

Junge Bäume müssen nach der Pflanzung regelmäßig gegossen werden. Sie profitieren von einem Erziehungsschnitt und sollten im Winter mit Vlies vor Frost geschützt werden. Ein gut angewurzelter Baum wird nur während längerer Trockenperioden gegossen und jährlich im Frühjahr mit Kompost gedüngt. Die meiste Arbeit in der Pflege machen jedoch die jährlichen Auslichtungsschnitte im Frühjahr.

Krankheiten und Schädlinge

Die häufigsten Krankheiten sind Monilia-Spitzendürre, Scharkakrankheit und Schrottschusskrankheit. Beutelgallmilbe, Blattläuse und Frostspanner sind Schädlinge, die den Mirabellenbaum schädigen können.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Petrica75/Shutterstock
Social Media Manager

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.