Mirabellenbaum – diesen Schädlingen können Sie begegnen

Uns schmecken nur seine kugelrunden, gelben Früchte. Kleine Lebewesen – den Gärtnern sind sie unter der Bezeichnung Schädlinge bekannt – knabbern dagegen am ganzen Baum. Welche Arten kommen häufig vor, die wir an der Mirabelle entdecken und vor allem bekämpfen müssen?

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Läuse aller Art lieben Mirabellen

Beutelgallmilbe

Ein Befall mit der Beutelgallmilbe kann gut anhand des Schadbildes erkannt werden. Betroffen sind die Blätter des Mirabellenbaumes. Da der Baum den Winter blattlos verbringt, treten die Symptome erst im Frühjahr auf:

  • grünliche Wucherungen im Frühjahr
  • auf Blattunterseiten und Blatträndern
  • sie werden als Gallen bezeichnet
  • bis zum Sommer verfärben sie sich rötlich

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Bis zu einem gewissen Grad kann der Baumbesitzer dem Schädling untätig und gelassen begegnen. Zeigt er sich jedoch nacheinander mehrere Jahre ausgeprägt, ist eine dringende Bekämpfung anzuraten. Entsprechende Pflanzenschutzmittel auf Rapsölbasis sind im Handel erhältlich.

Blattläuse

Gleich mehrere Lausarten haben es auf den Mirabellenbaum abgesehen. Wer diesen Schädling nicht mit dem Mirabellenbaum in Verbindung bringt, wird vermutlich erst dann darauf aufmerksam, wenn die Blätter deutlich vom Befall gezeichnet sind. Sie krümmen sich oder rollen sich ein.

Ein älterer Baum, der gute Pflege erhält und schon gute Widerstandskräfte entwickeln konnte, übersteht die Läuseinvasion meist ohne gravierende Nachteile. Deswegen muss der Gartenbesitzer nicht zwingend was dagegen unternehmen.

Doch Läuse sind auch Überträger von Krankheiten, wie der gefährlichen Scharkakrankheit, gegen die es kein Mittel gibt. Wenn Sie diese Gefahr minimieren wollen, gehen Sie gegen Läuse vor. Ein geringer Befall lässt sich gut mit natürlichen Feinden bekämpfen, zum Beispiel mit der Schwebfliege. Bevor Sie bei stärkerem Befall zu Chemie greifen, spritzen Sie den Baum mit ökologisch unbedenklichen Brennnesselsud.

Frostspanner

Es ist nicht der Frostspanner selbst, der dem Mirabellenbaum schadet, sondern seine Nachkommen. Die gefräßigen grünen Raupen haben es im Frühjahr auf junge Blätter und Triebspitzen abgesehen. Die Fraßstellen sind zahlreich und groß, sodass sie nicht übersehen werden können. Sind die Raupen in einer großen Zahl tätig ist sogar Kahlfraß nicht ausgeschlossen.

Den Mirabellenbaum können Sie bereits im Herbst vorbeugend schützen, dann müssen Sie im Sommer nicht zu Pflanzenschutzmitteln greifen. Dafür wird um den Stamm ein Leimring befestigt, der die flugunfähigen Frostspannerweibchen am Aufstieg hindert. Sie können nicht in die Baumkrone gelangen, um sich dort zu paaren. Folglich können keine Raupen schlüpfen.

Tipp

Überprüfen Sie regelmäßig den Leimring, ob er nicht eingetrocknet oder verschmutzt ist. Erneuern Sie ihn bei Bedarf zeitnah.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Wakhron/Shutterstock

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