Welche Schädlinge kommen am Mangold vor?

Mangold ist eine beliebte Gemüsepflanze für den heimischen Garten. Schädlinge sind selten an den Pflanzen zu finden. Meist treten sie auf, wenn entsprechende Zwischenwirte in der Nachbarschaft wachsen. Eine Art erfordert besondere Aufmerksamkeit, obwohl sie noch nicht weit verbreitet ist.

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Die Schwarze Rübenblattlaus befällt mit Vorliebe Mangold

Rübenfliege

Im Frühsommer entstehen nach einem Befall helle bis silbergraue Flecken mit unregelmäßiger Form. Sie weiten sich zunehmend über die Blattfläche aus und werden schließlich braun. Die Larven hinterlassen Miniergänge im Blattgewebe. Entfernen Sie befallene Blätter rechtzeitig, damit die Maden keine weiteren Schäden anrichten. Wenn Sie die Blattmasse erhalten möchten, können Sie die Schadinsekten in ihren Gängen zwischen Daumen und Zeigefinger zerdrücken.

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Schwarze Rübenblattlaus

Sie ist auch als Bohnenblattlaus bekannt und nutzt Schneeball und Pfaffenhütchen als Überwinterungsquartier. Im Juni besiedeln geflügelte Generationen krautige Pflanzen und Gemüsekulturen. Während der Herbstmonate verlassen sie die Gewächse, um Eier auf den Winterwirten abzulegen. Typische Anzeichen für einen Schädlingsbefall sind gekräuselte Blätter. Auf den Blattunterseiten können Sie größere Ansammlungen der Pflanzensaftsauger entdecken. Ihre klebrigen Ausscheidungen sind ein Nährboden für Pilze.

So bekämpfen Sie Blattläuse

Fördern Sie natürliche Feinde wie Florfliegen, Schlupfwespen (33,00€ bei Amazon*) und Marienkäfer. Diese fühlen sich in artenreichen Vegetationsstreifen mit vielfältigen Strukturen wohl. Spritzen Sie die Kolonien mit einem harten Wasserstrahl von den Blättern ab. Behandlungen mit Seifenlösung wirken dezimierend auf die Populationen. Jauchen aus Rainfarn und Brennnesseln sind sowohl abschreckend für die Schadinsekten, als auch stärkend für das Blattgewebe. Pflanzen Sie Kapuzinerkresse an, denn diese Gewächse dienen als Fangpflanzen und reduzieren den Befall am Mangold.

Japankäfer

Der Ausbreitungsstatus des Japankäfers ist bisher als unbedeutend einzustufen. Es gibt Versuche, in denen deutlich wird, dass der Käfer große Schäden an Nutzpflanzen wie Mangold verursachen kann. Er gehört zu den Blatthornkäfern.

Seine Engerlinge leben im Substrat, wo sie sich von den Wurzeln von Gräsern und Kräutern ernähren. Nach der Verpuppung schlüpfen zwischen Mai und Juni ausgewachsene Käfer. Ihre Flugzeit erstreckt sich bis in den August. Sie ernähren sich von Blattgewebe und sorgen für den typischen Skelettierfraß.

Wichtige Erkennungsmerkmale:

  • kupferfarbene Flügeldecken glänzen metallisch
  • Kopf schimmert goldgrün
  • auffällig sind weiße Haarbüschel auf beiden Hinterleibsseiten

Was hilft gegen Engerlinge?

Eine mechanische Bodenbearbeitung, die im Herbst stattfindet, sorgt für suboptimale Bedingungen. Bewässerungen von Rasenflächen während der Hauptflugzeit begünstigen die Eiablage. Schneiden Sie den Rasen nicht zu tief. Das hohe Gras wirkt unattraktiv für Weibchen, die das leicht zugängliche Substrat als Eiablageplatz bevorzugen. Parasitische Nematoden bekämpfen die Maden im Boden, wobei diese auf die jeweilige Art abgestimmt werden müssen.

Tipp

Wenn Sie Larven in der Erde entdecken, sollten Sie die Art identifizieren. Eine Ausbreitung des Japankäfers, von dem bisher vereinzelte Funde in Bayern und Nordrhein-Westfalen bekannt sind, ist zu vermeiden und sollte dem Pflanzenschutzdienst mitgeteilt werden.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Siggygal/Shutterstock