Eine üppig wachsende Magnolie braucht einen sauren Boden

Es klingt wie eine Binsenweisheit, dabei ist diese Erkenntnis für die erfolgreiche Kultivierung einer Magnolie von größter Bedeutung: Wenn der Baum im Frühjahr üppig blühen soll, braucht er den passenden Boden. Damit sind nicht nur die von der Magnolie bevorzugten Bodenverhältnisse gemeint, denn vor dem Einpflanzen will die Erde noch vernünftig bearbeitet und gelockert werden. Erst dann fühlt sich die Magnolie buchstäblich "wie zu Hause"!

Magnolie Boden

Optimal ist pH-Wert zwischen 5,5 und 6,8

Magnolien bevorzugen einen nährstoff- und humusreichen, feuchten und leicht sauren Boden, dessen pH-Wert sich optimalerweise zwischen 5,5 und 6,8 befindet. Bis auf wenige Ausnahmen vertragen die meisten Magnolienarten keine kalkhaltigen Böden. In sauren Böden gelingt den Pflanzen die Nährstoffaufnahme am besten, weswegen sich in neutralen bis alkalischen Böden schnell Mangelerscheinungen bemerkbar machen. Allerdings werden Magnolien gegenüber wenig optimalen Bodenbedingungen mit dem Alter toleranter, sofern in jungen Jahren zunächst eine Bodenverbesserung vorgenommen wurde. Außerdem sollte der Boden nicht allzu schwer – d. h. lehmig – sein, damit die flach unter der Erdoberfläche wachsenden Wurzeln sich ohne Probleme ausbreiten und Nährstoffe aufnehmen können.

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Manche Züchtungen werden auf kalkhaltige Böden angepasst

Insbesondere die Kobushi-Magnolie (Magnolia kobus) sowie die Große Stern-Magnolie (Magnolia loebneri) sind gegenüber kalkhaltigen Böden recht unempfindlich und können daher unbesorgt in derartige Erden gepflanzt werden. Aus diesem Grund werden die genannten Sorten häufig als Veredelungsunterlage für kalkempfindlichere Magnolien verwendet. Erfahrungsgemäß zeigen auch die Stern-Magnolie (Magnolia stellata) sowie die Gurken-Magnolie (Magnolia acuminata) eine relative Kalkverträglichkeit.

Boden vor der Pflanzung richtig vorbereiten

Wie auch immer Ihr Boden beschaffen sein mag, eine gute Vorbereitung vor der Pflanzung erleichtert Ihrer Magnolie das Anwachsen und sorgt dafür, dass sie sich wohl fühlt. Zur optimalen Vorbereitung gehört auch, den Boden gründlich zu lockern, großflächig von Unkraut zu befreien und ein ausreichend großes Pflanzloch zu graben. Dieses sollte etwa doppelt so breit und tief sein wie der Wurzelballen der Magnolie. Das Einfügen von Kompost in das Pflanzloch ist nicht notwendig, stattdessen sollten Sie jedoch den Boden mit Hilfe von handelsüblicher Rhododendron- bzw. Moorbeeterde verbessern. Diese ist bereits vorgedüngt, weshalb eine weitere Düngung entfallen kann.

Tipps & Tricks

Schützen Sie die Wurzeln der frisch gepflanzten Magnolie vor Kälte und Austrocknung, indem Sie die Baumscheibe (d. h. den Wurzelbereich) mit einer dicken Schicht Rindenmulch und / oder Reisig bedecken.

Text: Burkhard

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