Duftveilchen Steckbrief
Das Märzveilchen ist nicht nur schön anzusehen, ist es auch essbar

Das Märzveilchen als Gartenpflanze – ein Steckbrief

Unter den vielen verschiedenen Veilchenarten zählt das Märzveilchen sicher mit zu den bekanntesten Vertretern dieser Pflanzenfamilie. Schließlich ranken sich um diese Pflanze schon seit vielen Jahrhunderten zahlreiche Mythen und Legenden.

Die Eigenschaften des Märzveilchens im Überblick

  • Botanischer Pflanzenname: Viola odorata
  • Pflanzenfamilie: Veilchengewächse (Violaceae)
  • Wuchshöhe: ca. 5 bis 20 cm hoch
  • Wuchsform: ausdauernd/mehrjährig
  • bevorzugter Boden: nährstoffreich und mäßig feucht
  • Blütezeit: März bis April (Abweichungen witterungs- und standortabhängig möglich)
  • Blütenfarbe: dunkles Violett, seltener auch Rosa oder Weiß
  • Blätter: grundständig und lang gestielt
  • Vermehrung: Samenanhängsel (Elaiosom) sorgt für Verbreitung durch Ameisen, außerdem Bildung von Ausläufern
  • bevorzugter Standort: im Halbschatten
  • Verwendung: als Schnittblume, Küchenzutat und Arzneipflanze
  • Wirkungen der Inhaltsstoffe: Husten, Heiserkeit, Schnupfen
  • Verbreitungsgebiet: vom Mittelmeerraum über den Kaukasus bis in den Iran

Der besonders natürliche Charme der Märzveilchen

In der Natur wachsen Märzveilchen oft am Rand von Siedlungen, in Gebüschen und an Wegesrändern. Sie lassen sich aber auch im Garten gut kultivieren, da sie sich an einem geeigneten Standort (nicht zuletzt durch die Hilfe von Ameisen bei der Selbstaussaat) gut vermehren können. Die Blüten der Märzveilchen sind zwar sehr viel unscheinbarer als die der Stiefmütterchen, das macht aber gerade auch den Reiz dieser bis etwa zum Zweiten Weltkrieg in Deutschland als Schnittblume angebauten Zierpflanze aus. In der kulturgeschichtlichen Historie stehen die Blüten der Märzveilchen symbolisch für Bescheidenheit und Demut. Laut der Überlieferung sollt Napoleon zwei getrocknete Veilchen aus romantischen Gründen in einer Kapsel bei sich getragen haben. Betörend ist aber auch der charakteristische Duft, mit dem diese Frühlingsboten jeden Garten bereichern können. Dieser wurde und wird auch nach wie vor für die Herstellung wohlriechender Parfums genutzt.

Das Märzveilchen in der modernen Küche

In den letzten Jahren hat nicht nur die Nutzung des Märzveilchens als traditionelle Naturarznei eine gewisse Renaissance erlebt, sondern auch die Nutzung der essbaren Blüten in der Küche. So lässt sich beispielsweise vielen frischen Sommersalaten und auch Suppen mit einigen kunstvoll drapierten Veilchenblüten der letzte Schliff verpassen. Veilchenblüten können aber auch mit Zucker kandiert und so für die kunstvolle Dekoration von Torten und anderen Desserts verwendet werden.

Tipps

Wenn Sie die Blüten der Märzveilchen für die Verwendung in der Küche sammeln wollen, so sollten Sie dies entweder im eigenen Garten oder an eher abgelegenen Standorten tun. Der häufig an Wegesrändern vorhandene Veilchenbewuchs ist nicht selten durch Spaziergänger mit Hunden oder den Straßenverkehr verunreinigt.

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