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Maden im Kompost entdeckt? So bekämpfen Sie sie effektiv

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Engerlinge im Kompost sind ein Zeichen für ein funktionierendes Ökosystem, doch nicht alle Arten sind willkommen. Dieser Artikel erklärt, wie man nützliche von schädlichen Maden unterscheidet, wie man Befall vermeidet und welche Maßnahmen im Falle eines Befalls helfen.

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Maden im Kompost sind kein gutes Zeichen

Nützliche Maden im Kompost: Engerlinge als Humuslieferanten

Engerlinge, die Larven von Käfern wie dem Nashornkäfer oder Rosenkäfer, sind im Kompost gern gesehene Gäste. Sie ernähren sich von abgestorbenem Pflanzenmaterial wie Laub, Totholz und Pflanzenresten und wandeln diese in wertvollen Humus um. Dieser Humus verbessert die Bodenstruktur und Fruchtbarkeit, was für das Gedeihen von Pflanzen entscheidend ist. Die Anwesenheit von Engerlingen im Kompost zeigt ein funktionierendes Ökosystem und sollte als positiv betrachtet werden.

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Erkennen von nützlichen Engerlingen

Engerlinge sind meist weiß oder cremefarben und haben einen C-förmig gekrümmten Körper. Die Larven des Nashornkäfers sind größer und erreichen bis zu zehn Zentimeter, während die Larven des Rosenkäfers kleiner bleiben. Ein charakteristisches Merkmal ist das Fehlen von Dornen am Ende des Leibes bei Nashornkäferlarven.

Förderung von nützlichen Engerlingen

Um nützliche Engerlinge im Kompost anzusiedeln, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Setzen Sie ausgewachsene Käfer oder deren Larven gezielt in den Kompost.
  • Achten Sie auf eine lockere Schichtung des Komposts.
  • Stellen Sie ausreichend organisches Material wie Laub und Totholz bereit.

Schädliche Maden im Kompost: Ursachen und Vermeidung

Neben den nützlichen Engerlingen gibt es auch Madenarten, die im Kompost unerwünscht sind, da sie sich von lebenden Pflanzenwurzeln ernähren und Schäden anrichten können. Dazu gehören beispielsweise die Larven des Mai- oder Junikäfers.

Ursachen für Madenbefall

Die Hauptursache für einen Madenbefall im Kompost ist das Anlocken von Fliegen, die ihre Eier in organischen Abfällen ablegen. Besonders attraktiv sind dabei Fleisch- und Fischreste sowie stark riechende Gemüsereste. Die aus den Eiern schlüpfenden Maden entwickeln sich zu Fliegen, die wiederum neue Eier ablegen.

Vermeidung von Madenbefall

Um einen Madenbefall im Kompost zu vermeiden, sollten Sie folgende Maßnahmen beachten:

  • Verzicht auf tierische Abfälle: Entsorgen Sie Fleisch- und Fischreste über den Hausmüll oder eine spezielle Biotonne.
  • Richtige Kompostierung: Sorgen Sie für eine ausgewogene Mischung aus stickstoffreichen grünen Materialien wie Gemüseresten und kohlenstoffreichen braunen Materialien wie Laub oder Stroh.
  • Abdeckung des Komposts: Decken Sie den Kompost ab, um Fliegen den Zugang zu erschweren.
  • Regulierung der Feuchtigkeit: Maden benötigen Feuchtigkeit für ihre Entwicklung. Verwenden Sie bei starkem Regen eine Abdeckung oder mischen Sie feuchtigkeitsabsorbierende Materialien wie Sägemehl oder Zeitungspapier in den Kompost.

Bekämpfung von Maden im Kompost

Sollten sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Maden im Kompost befinden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese zu bekämpfen:

  • Umsetzung des Komposts: Regelmäßiges Umsetzen stört die Lebensbedingungen der Maden.
  • Handabsammlung: Größere Maden können von Hand ausgelesen oder mit dem Spaten ausgehoben und entfernt werden.
  • Abdeckung mit trockenen Materialien: Eine dicke Schicht trockener Materialien wie Laub oder Rasenschnitt kann zur Austrocknung der Maden führen.
  • Trockenhalten des Komposts: Achten Sie darauf, dass der Kompost nicht zu feucht wird. Mischen Sie bei Bedarf feuchtigkeitsabsorbierende Materialien wie Sägemehl ein.
  • Verzicht auf schädliche Hausmittel: Verzichten Sie auf Salz oder Chemikalien. Geeignet sind Kalk und Gesteinsmehl, die dem entstehenden Dünger nicht schaden.
Bilder: Lukassek / Shutterstock