Rasenschnitt nicht einfach auf den Kompost geben

Beim Rasenmähen fällt je nach Größe und Länge der Gräser viel Rasenschnitt an. Rasenschnitt ergibt sehr guten Kompost, wenn Sie ihn richtig kompostieren. Keinesfalls sollten Sie große Mengen dieser Abfälle auf einmal auf den Kompost geben, ohne sie gut zu mischen.

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Rasenschnitt muss mit festeren Materialien zum Kompostieren vermischt werden

Rasenschnitt auf den Kompost bringen

Wenn Sie nach dem Rasenmähen den ganzen Rasenschnitt auf einmal auf den Kompost bringen, ist oft nicht nur der Komposthaufen voll. Auch verrottet der Schnitt nicht, sondern entwickelt sich zu einer nassen, stinkenden Masse.

Das liegt daran, dass der meist sehr feuchte Rasenschnitt die Luftzirkulation unterbindet. In der Folge können die Kleinstlebewesen und Bakterien das Material nicht zersetzen. Das Gras verrottet nicht, sondern beginnt zu gären.

Sie müssen Rasenschnitt deshalb immer mit anderen, luftigen Materialien mischen, bevor Sie ihn auf den Kompost bringen.

Für gute Durchlüftung sorgen

Damit der Rasenschnitt keine feste Masse bildet, geben Sie gröbere Materialien dazwischen. Ideal ist gehäckseltes Strauchwerk, das zum Beispiel beim Heckenschneiden angefallen ist.

Es ist sinnvoll, immer einen Vorrat an gehäckseltem Strauchwerk im Garten zu haben. Dann können Sie den Rasenschnitt nach jedem Mähen mischen und kompostieren.

Ersatzweise tut es übrigens auch anderes kompostierbares Material wie:

  • kleine Mengen Papier
  • zerrissene Eierkartons
  • Holzwolle
  • trockenes Laub

Wichtig ist, dass das Material möglichst trocken und nicht zu klein ist.

Rasenschnitt mit Blüten und Samen kompostieren

Solange Sie Ihren Rasen nicht nahezu täglich mähen, lässt es sich nicht vermeiden, dass sich Rasenunkräuter entwickeln. Diese beginnen zu blühen und manchmal auch sehr schnell Samen anzusetzen.

Trotzdem dürfen Sie auch solchen Rasenschnitt kompostieren. Die meisten Samen werden durch die Heißrotte unschädlich gemacht. Sie müssen nicht befürchtet, dass Sie mit dem Kompost unerwünschte Pflanzen aussäen.

Das gilt allerdings nicht für Wurzeln von Quecke und Giersch. Diese Pflanzen sind so widerstandsfähig, dass ihre Wurzeln im Kompost nicht abgetötet werden. Wenn Sie solchen Kompost später verwenden, verteilen Sie diese „Unkräuter“ unabsichtlich.

Tipps

Eine Alternative zum Mischen mit anderen Materialien besteht darin, dass Sie den Rasenschnitt vor dem Kompostieren antrocknen lassen. Dadurch geht die Feuchtigkeit verloren und das Gras verhindert die Luftzirkulation nicht mehr.

Text: Sigrid Hestermann
Artikelbild: Oakstrails/Shutterstock

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