Tolle Pflegetipps für das Löwenmäulchen

Löwenmäulchen werden schon seit hunderten von Jahren in unseren Gärten kultiviert. Mit ihren vielfältigen Blütenfarben und den in ihrer Form an ein Löwenmaul erinnernden Blüten passt die robuste Pflanze hervorragend in naturnahe Bauerngärnten, macht sich aber auch in Schalen und Balkonkästen ausgesprochen gut. Richtig gepflegt blüht das Löwenmäulchen vom Juni bis weit in den Herbst hinein.

Löwenmäulchen gießen
Löwenmäulchen sind nicht besonders durstig
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Wie wird gegossen?

In Sachen Wasser gilt beim Löwenmäulchen: Weniger ist mehr. Gießen Sie nur dann, wenn sich die oberen Zentimeter der Erde trocken anfühlen. Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da die pflanze hierauf ausgesprochen empfindlich reagiert. Auch Kalk mag das Löwenmäulchen nicht. Wässern Sie deshalb mit abgestandenem oder noch besser mit Regenwasser.

Wie wird gedüngt?

Mischen Sie im Frühjahr reifen Kompost und Hornspäne unter das Substrat. Das Löwenmäulchen ist genügsam und benötigt keine weiteren Düngemittel. Topfpflanzen, deren begrenzte Substratmenge nicht so viele Nährstoffe speichern kann, werden im zweiwöchigen Rhythmus mit einem handelsüblichen Flüssigdünger versorgt.

Wie wird geschnitten?

Um den buschigen Wuchs der Löwenmäulchen anzuregen werden die Triebspitzen der Jungpflanzen um einige Zentimeter eingekürzt. Abgeblühtes wird, sofern Sie keine Samen für das nächste Jahr ernten möchten, sofort abgeschnitten damit die Staude rasch neue Blüten ansetzt.

Wie wird das Löwenmaul überwintert?

Je nachdem ob es sich um Hybriden oder „echte“ Löwenmäulchen handelt wird die Pflanze im Herbst zurückgeschnitten und ausgegraben oder darf mit dem Laub überwintern. Die Pflanze ist relativ winterhart, ein normaler Winterschutz aus Laub und Reisig genügt.

Ungeziefer und Krankheiten

Gelegentlich wird das Löwenmäulchen von Blattläusen, Trauermücken und anderen Schadinsekten befallen. Diese lassen sich mit Hausmitteln oder im Handel erhältlichen Insektiziden gut behandeln.

Bei bestimmten Witterungslagen droht Echter oder Falscher Mehltau. Entfernen Sie betroffene Pflanzenteile sofort, damit sich der Pilz nicht ausbreiten kann. Beide Mehltauarten können mit Fungiziden gut bekämpft werden.

Ist die Pflanze Staunässe ausgesetzt droht Wurzelfäule. Die Blüte bleibt aus, die Blätter verbleichen und die Pflanze geht in der Folge ein. Mäßiges Gießen ist hier die beste Vorbeugung. Die Pflanze ist relativ winterhart, ein normaler Winterschutz aus Laub und Reisig genügt.

Tipps

Belassen Sie einige Samenstände am Löwenmaul, versamt sich die Pflanze häufig selbst und wildert aus.

Text: Sabine Kerschbaumer
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