Löwenmäulchen pflanzen und pflegen

Löwenmäulchen zählen zu den unermüdlichen Blühern, die den Garten mit ihren attraktiven Blüten vom Mai bis in den Oktober hinein schmücken. Dabei ist die Pflanze anspruchslos und recht einfach zu pflegen, beachten Sie einige grundlegende Dinge.

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Das exotisch anmutende Löwenmäulchen ist erstaunlich anspruchslos

Der richtige Standort und Boden

Damit das Löwenmäulchen viele Knospen ausbildet, sollten Sie ihm einen vollsonnigen Platz geben. Auch lichter Halbschatten wird toleriert.

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Die Blühpflanze bevorzugt einen nährstoffarmen, leicht sauren Untergrund. Für einen guten Start können Sie den Mutterboden mit Rhodendronerde oder Kompost verbessern.

Aussaat und Pflanzung

Löwenmäulchen lassen sich ganz unkompliziert vermehren, da sie sich häufig selbst aussamen und am gleichen Platz immer wieder kommen. Alternativ können Sie die Pflanzen im Haus vorziehen und so den Blütenbeginn etwas nach vorne verlegen. Spätestens Ende April werden sie ans Freiland gewöhnt und Anfang Mai ausgepflanzt.

Im Fachhandel erhalten Sie vorgezogene Löwenmäulchen in vielen Farbnuancen. Diese werden ab Anfang Mai in etwa so tief eingesetzt, wie sie vorher im Topf standen. Besonders hübsch wirkt es, wenn Sie die emsigen Blüher in kleinen, bunten Gruppen von drei bis vier Pflanzen arrangieren.

Gießen und düngen

Löwenmäulchen mögen keine nassen Füße. Gießen Sie deshalb nur dann, wenn sich die oberen Zentimeter der Erde trocken anfühlen und vermeiden Sie Staunässe. Da die Pflanze empfindlich auf Kalk reagiert, sollten Sie stets Regenwasser oder abgestandenes Wasser verwenden.

Mischen Sie direkt bei der Pflanzung Kompost, Hornspäne (11,99€ bei Amazon*) oder einen handelsüblichen Dünger für Blühpflanzen unter das Substrat, so benötigt das Löwenmäulchen keine weiteren Düngergaben.

Winterschutz

Die Blühpflanze ist frostfest, deshalb genügt ein normaler Winterschutz aus Reisig oder Laub. Zurückgeschnitten wird erst im Frühjahr, da das Blattwerk als natürlicher Frostschutz dient.

Ungeziefer und Krankheiten

Gelegentlich wird das Löwenmaul von Blattläusen, Trauermücken und anderen Schadinsekten befallen. Diesen können Sie mit Hausmitteln oder im Handel erhältlichen, ökologisch wirkenden Insektiziden zu Leibe rücken.

Je nach Witterungsbedingungen droht Echter oder Falscher Mehltau. Entfernen Sie betroffene Pflanzenteile sofort und entsorgen Sie diese über den Hausmüll, damit sich der Pilz nicht ausbreiten kann.

Meinen Sie es mit dem Gießen zu gut oder kann das Wasser nicht ablaufen, kommt es häufig zu Wurzelfäule. Folgende Anzeichen sind typisch für diese Pflanzenkrankheit:

  • Fehlende Blüten.
  • Welkendes, verfärbtes Laub.
  • Graben Sie die Pflanze aus, riecht der Wurzelballen unangenehm faulig.
  • Das Wurzelwerk ist nicht knackig, sondern weich und matschig.

Leider lassen sich befallene Löwenmäulchen nur selten retten. Die beste Vorbeugung ist deshalb mäßiges Gießen. Sorgen Sie schon beim Setzen durch eine Dränageschicht aus Kies oder Sand dafür, dass das Wasser gut ablaufen kann.

Tipps

Damit das Löwenmäulchen unermüdlich blüht ist es wichtig, alles Verblühte regelmäßig herauszuschneiden. Möchten Sie Samen für das nächste Jahr ernten, lassen Sie nur einige Blüten ausreifen.

Text: Michaela Kaiser

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