Der Liguster – ein Steckbrief

Liguster aus der Familie der Ölbaumgewächse ist eine beliebte Heckenpflanze, die Sie fast überall ziehen können. Er bildet viele Verzweigungen und macht bis auf regelmäßiges Schneiden kaum Arbeit. Ein kleiner Steckbrief zum Liguster.

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Der Liguster gehört zu den Ölbaumgewächsen

Der Liguster – ein Steckbrief

  • Botanischer Name: Ligustrum
  • Volkstümliche Namen: Rainweide, Zaunriegel
  • Pflanzenfamilie: Ölbaumgewächse
  • Vorkommen: Europa, Asien
  • Arten: mehr als 50
  • Standort: Halbschatten, Sonne
  • Höhe: bis 5 Meter
  • Alter: 50 Jahre und mehr
  • Wurzelform: Flachwurzler, dichtes Wurzelgeflecht
  • Immergrün / Sommergrün: sommergrün, Blätter haften sehr lange
  • Blätter: bis 6 cm lang, grün, Oberseite dunkler
  • Blüten: bis zu 6 cm lange Rispen, weiß, stark duftend
  • Blütezeit: Juni, Juli
  • Früchte: fast schwarze Beeren im Herbst
  • Giftigkeit: Blätter, Borke, Beeren (Samen)
  • Winterhärte: hoch (außer nicht einheimische Arten)
  • Verwendung: Heckenpflanze, Formgehölz, Einzelstrauch, Bonsai

Anspruchsloser Strauch für Heckenbepflanzung

Liguster wächst nahezu an jedem Standort. Nur völligen Schatten und Böden mit Staunässe verträgt er nicht. Staubbelastung, wie in der Stadt häufig, macht ihm wenig aus.

Liguster wird daher sehr gern als Hecke gepflanzt. Aber auch als Einzelstrauch oder im Kübel lässt er sich problemloslos pflegen.

Sehr wachstumsfreudig und schnittverträglich

Liguster ist sehr schnellwüchsig. Die Triebe können bis zu 50 cm im Jahr zulegen. Damit er sich gut verzweigt, muss er allerdings sehr häufig geschnitten und auch in der Höhe gekürzt werden.

Der Strauch ist schnittverträglich und lässt sich im Frühjahr auf Stock schneiden, um ihn zu verjüngen. Sie können ihn in nahezu jede gewünschte Form schneiden oder als Bonsai schneiden.

Liguster ist nicht immergrün

Häufig wird Liguster als immergrün bezeichnet oder gar verkauft. Das ist nicht korrekt. Der Strauch wirft im Winter das Laub ab. Je wärmer es ist, desto länger bleibt es am Strauch. Besonders lange hält die Ligusterart Atrovirens die Blätter.

Liguster oder Kirschlorbeer pflanzen

Für ökologisch bewusste Gärtner gibt es da keine Frage. Der einheimische Liguster ist aus Sicht der Umwelt die bessere Alternative. Kirschlorbeer ist keine einheimische Pflanzenart und wird daher von der heimischen Tierwelt nicht angenommen.

Tipps

Die Blätter des Ligusters dienen dem Ligusterschwärmer, einer Nachtfalteralter, als Nahrung. Die Blüten werden von Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten angeflogen. Vögel lieben die fast schwarzen Beeren.

Text: Sigrid Hestermann
Artikelbild: mykhailo pavlenko/Shutterstock

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