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Gelbrandige Ligusterarten sind besonders beliebt

Liguster gibt es in zahlreichen Arten

Liguster ist in vielen Gärten und Parks, auf Friedhöfen und in der freien Natur zu finden. Es gibt zahlreiche Arten, die sich für den Garten aber auch für die Pflanzung im Kübel bestens eignen. Eine kleine Vorstellung der bekanntesten Arten.

Liguster-Arten – eine kleine Übersicht

Liguster gehört zur Familie der Ölbaumgewächse und ist auch in unseren Breiten heimisch. Er ist sehr robust, meist winterhart und sehr pflegeleicht.

Der Gartenfachhandel hält zahlreiche Arten vorrätig, die sich alle für die Pflanzung als Hecke oder als Einzelstrauch eignen. Liguster lässt sich auch im Kübel oder als Bonsai ziehen.

Bekannte und häufig angebotene Liguster-Arten

Botanischer Name Sortenname Blätter   Standort Besonderheiten
Ligustrum japonicum ‚Variegatum‘ Weißbunter japanischer Liguster mittelgrün   Sonne, Halbschatten  
Ligustrum obtusifolium regelianum Buschiger Liguster mittelgrün   Sonne, Halbschatten sparriger Wuchs
Ligustrum ovalifolium ovalblättriger Liguster dunkelgrün   für schattige Lagen  
Ligustrum ovalifolium ‚Aureum‘ Gold-Liguster grün mit gelbem Rand   sonnig bedingt winterhart
Ligustrum vulgare Gemeiner Liguster mittel-dunkelgrün   alle Lagen sehr robuste Sorte
Ligustrum vulgare ‚Atrovirens‘ Schwarzgrüner Liguster ‚Atrovirens‘ blau-grün   alle Lagen hält Laub sehr lange
Ligustrum vulgare ‚Lodense‘ Zwergliguster grün   Sonne, Halbschatten sehr frostbeständig
Ligustrum sinensis Chinesischer Liguster grün   möglichst hell nicht winterhart

Vorsicht: Die Beeren sind für Menschen giftig!

Der Liguster blüht im Frühjahr und bringt dabei kleine, vor allem abends stark duftende, weiße Blütentrauben hervor. Sie ähneln kleinen Fliederblüten und sind als Nahrungsquelle für Insekten sehr beliebt.

Die Beeren, die im Herbst heranreifen, sind leicht giftig und sollten daher keinesfalls verzehrt werden. Von Vögeln werden sie sehr gern angenommen.

Liguster ist nicht immergrün!

Auch wenn es immer wieder zu lesen ist – Liguster ist nicht immergrün. Dieser Irrglaube hat sich durchgesetzt, weil einige Arten wie beispielsweise Liguster atrovirens das Laub sehr lange am Strauch halten. Atrovirens wirft das Laub erst im Laufe des Winters ab. Je heller Liguster steht, desto länger bleiben die Blätter am Strauch.

Die meisten Liguster-Arten sind winterhart

Liguster ist eine sehr robuste Strauchart, die in unseren Lagen bestens zurechtkommt. Die meisten Arten sind winterhart und vertragen Frost bis minus 10 Grad problemlos, zumindest wenn sie etwas älter sind.

Bei jungen Pflanzen kann ein leichter Winterschutz wie eine Mulchdecke sinnvoll sein. Selbst wenn Teile der Triebe abgefroren sind, erholt sich der Strauch sehr schnell wieder und treibt im Frühjahr neu aus.

Eine nicht winterharte, bekannte Sorte ist der Chinesische Liguster. Er wird entweder als Bonsai im Haus oder als Kübelpflanze gepflegt und im Haus überwintert.

Tipps

Für viele Gartenbesitzer stellt sich die Frage, ob sie lieber Liguster oder Kirschlorbeer ziehen sollen. Aus ökologischer Sicht ist der Liguster immer zu bevorzugen. Seine Blüten und Beeren sind eine wertvolle Nahrung für die heimische Fauna.

Text: Sigrid Hestermann Artikelbild: Ray49/Shutterstock

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