Süß oder pikant: Kürbis einlegen

Kürbisse sind wahre Alleskönner in der Küche: Neben herzhaften Speisen wie Suppen oder Pfannengemüse bilden sie auch die Basis für süße Speisen wie Kuchen oder Mousse. Auch einlegen lässt sich das Herbstgemüse problemlos in vielfältigen Varianten.

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Kürbis kann süß oder sauer eingelegt werden

Kürbis süß einlegen

Der fruchtig-süße Kürbisgeschmack ist sehr gut geeignet, um ihn in süßen Leckereien hervorzuheben. Eine Möglichkeit ist das süße kompottartige Einlegen von Kürbis. Beispielsweise zu Waffeln oder Milchreis schmeckt es wunderbar.

  1. Waschen Sie den Kürbis gründlich ab, entkernen und schälen Sie ihn (je nach Sorte) und schneiden Sie das Fruchtfleisch in kleine Würfel.
  2. Kochen Sie pro kg Kürbis einen halben Liter Wasser auf, lösen Sie darin 150 g Zucker auf und geben Sie 8 EL Essig dazu.
  3. Geben Sie die Kürbisstücke dazu, lassen Sie das Ganze erneut aufkochen und für 15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln.
  4. Kurz vor Ende der Kochzeit können Sie Mandeln, Rosinen und/oder Gewürze wie Zimt oder Nelken einrühren. All das harmoniert gut mit dem süß eingelegten Kürbis.
  5. Verteilen Sie die Kürbisstücke und die Flüssigkeit auf ausgekochte Einmachgläser und verschließen Sie diese sofort.
  6. Lagern Sie die ausgekühlten Gläser kühl und dunkel und verbrauchen Sie den süß eingelegten Kürbis innerhalb von sechs Monaten.

Kürbismarmelade kochen

Ein weiteres süßes Rezept, mit dem sich Kürbis haltbar machen lässt, ist das folgende für Kürbismarmelade. Ob auf Pfannkuchen, Brötchen oder als süße Ergänzung zur Käseplatte, Kürbis ist eine willkommene Abwechslung im Marmeladenglas.

  1. Waschen, entkernen, und schälen Sie den Kürbis bei Bedarf, um anschließend das Fruchtfleisch in Würfel zu schneiden.
  2. Wenn Sie die Kürbismarmelade noch etwas fruchtiger haben möchten, können Sie Apfelwürfel vorbereiten.
  3. Dünsten Sie die Würfel in einem großen Topf in wenig Wasser einige Minuten lang an, um sie anschließend zu pürieren.
  4. Rühren Sie pro kg Kürbis 500 g 2:1-Gelierzucker in das Kürbismus.
  5. Bereiten Sie die Marmeladengläser vor, indem Sie sie auskochen oder im Backofen sterilisieren.
  6. Stellen Sie den Topf erneut auf den Herd und kochen Sie unter Rühren das gezuckerte Fruchtmus auf. Sobald es sprudelnd kocht, beginnt die Kochzeit von 4 Minuten.
  7. Füllen Sie die fertig gekochte Kürbismarmelade in die vorbereiteten Gläser ab (randvoll) und verschließen Sie sie sofort.
  8. Die abgekühlten Gläser sollten Sie kühl und dunkel lagern und innerhalb eines Jahres aufbrauchen.

Kürbis in Essig einlegen

Ein pikanter Genuss sind in Essigsud eingelegte Kürbiswürfel. Sie schmecken gut zum Käsebrot oder zur Wurstplatte, können aber auch eine schmackhafte Ergänzung zu Fleischgerichten sein.

  1. Waschen Sie den Kürbis, entfernen Sie die Kerne und schälen Sie ihn falls nötig. Schneiden Sie das Fruchtfleisch in Würfel.
  2. Bereiten Sie einen Essigsud zu, indem Sie Weißweinessig und Wasser 1:1 gemischt auf den Herd stellen. Pro kg Kürbis benötigen Sie 0,5 l Flüssigkeit, in der Sie 1 EL Salz und 100 g Zucker auflösen.
  3. Geben Sie die Kürbiswürfel in den kochenden Sud und lassen Sie sie 5 Minuten lang darin köcheln.
  4. Schöpfen Sie anschließend die Kürbiswürfel aus dem Sud und verteilen sie auf vorbereitete sterile Gläser. Gewürze wie Senf- oder Pfefferkörner können Sie mit in die Einmachgläser geben.
  5. Kochen Sie den Essigsud erneut auf. Mit dem kochend heißen Sud füllen Sie die Gläser auf; die Flüssigkeit muss die Kürbisstücke vollständig bedecken.
  6. Verschließen Sie die Gläser sofort und lassen Sie sie abkühlen.
  7. Lassen Sie den eingelegten Kürbis mindestens vier Wochen lang durchziehen. Er ist kühl und dunkel gelagert mindestens sechs Monate lang haltbar.

Kürbis fermentieren

Fermentiertes Gemüse, in diesem Fall also Kürbis, der milchsauer eingelegt wird, hat einen angenehm säuerlichen Geschmack und ist sehr vitaminreich. Das Einlegen ist denkbar einfach – die Hauptarbeit erledigen die Milchsäurebakterien.

  1. Waschen und entkernen Sie den Kürbis und schneiden Sie ihn in kleine Würfel. Ideal ist ein Hokkaidokürbis geeignet, da er nicht geschält werden muss und die für die Fermentierung benötigten Milchsäurebakterien auf der Schale sitzen.
  2. Nehmen Sie sterile Einmachgläser zur Hand und stampfen Sie die Kürbisstücke und wenn gewünscht Gewürze (Zimt/Nelken/Koriander oder Pfeffer/Senfkörner/Wacholder) dicht hinein. Lufteinschlüsse sollten Sie vermeiden.
  3. Stellen Sie eine Salzlake her, indem Sie Wasser aufkochen und pro Liter 20 g Salz (kein Jodsalz) darin auflösen.
  4. Lassen Sie die Lake abkühlen und bedecken Sie die Kürbisstücke damit. Um den Kürbis unter der Flüssigkeit zu halten, sollten Sie einen sauberen Stein oder einen anderen schweren Gegenstand darauflegen.
  5. Verschließen Sie die Einmachgläser mit einem frischen Gummiring und lassen Sie sie mindestens eine Woche lang bei Zimmertemperatur stehen. So kommt die Milchsäuregärung in Gang.
  6. Stellen Sie die Gläser anschließend kühl und dunkel und lassen Sie sie weitere vier Wochen lang ziehen. Erst dann ist der Kürbis fertig fermentiert und kann innerhalb eines Jahres aufgebraucht werden.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Victoria Kondysenko/Shutterstock

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