Kohlrabi – ein durstiges Kohlgemüse

Kohlrabi zählt zu den Kohlgewächsen. Die meisten Kohlarten sind Starkzehrer. Kohlrabi hingegen stellt nicht so hohe Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. Arbeitest Du  im Spätherbst das Gemüsebeet mit Humus und frischem Mist kräftig durch und lässt es über Winter liegen, ist zumindest die "Erstbesetzung" des Kohlrabis bestens mit Nährstoffen versorgt. 

Kohlraben anbauen

Großzügige Pflanzabstände für dicke Knollen

Bevor Du mit dem Pflanzen beginnst, ziehe mit der Harke eine Rille ins Beet. Die Markierung erleichtert das gleichmäßige Positionieren. Die frühen Sorten brauchen weniger Raum als die späteren: 20 – 30 cm Abstand zwischen den Pflanzen reichen für die frühen Sorten aus, auch der Reihenabstand sollte etwa so viel betragen. Später im Jahr solltest Du pro Kohlrabipflanze etwa 50 cm einplanen – Kohlrabi hat oft üppiges Blattwerk. Setzt Du die Pflanzen zu dicht, entwickeln sich die Knollen durch den Lichtmangel nicht optimal und Du erntest nur kleinere zylindrische Früchte.

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Gießen und Düngen

Auch wenn Kohlrabi zu den pflegeleichten Kohlsorten gehört, braucht er Deine Aufmerksamkeit. Wenn Du ansehnliche, glatte Knollen ernten möchtest, ist regelmäßiges Wässern der Pflanzen unabdingbar. Bei Schwankungen Bodenfeuchtigkeit besteht die Gefahr, dass die Kohlrabis platzen oder holzig werden.

Hast Du den Boden im Herbst gut vorbereitet, brauchen die frühen Kohlrabis keinen zusätzlichen Dünger. Möchtest Du allerdings übers Jahr verteilt Kohlrabi ernten, solltest Du sparsam aber kontinuierlich mit Brennnesseljauche oder Hornmehl düngen. Vorsicht: Bei zu viel Dünger reichern sich die Kohlrabis mit Nitraten an.

Fruchtwechsel beachten

Kohlgewächse sind Kreuzblütler und zählen zu den Starkzehrern. An dem Standort, an dem Du Kohlarten – auch Kohlrabi – kultiviert hast, sollte Du mindestens 3 – 4 Jahre keine Kohlsorten anbauen. Anderenfalls mickern die Pflanzen vor sich und die Ernte fällt schmal aus. Zudem potenziert sich die Gefahr von Schädlingsbefall und Krankheiten.

Anbau in Mischkultur

Sympathie oder Ablehnung ist nicht auf Menschen beschränkt. Auch im Reich der Pflanzen gibt es Pflanzen, die sich gegenseitig unterstützen und solche, die Du besser nicht zusammenbringen solltest. Kohlrabi fühlt sich beispielsweise neben Kartoffeln und Tomaten, Mangold, Salat, Gurken und Tagetes wohl. Die Nachbarschaft mit anderen Kreuzblütlern ist hingegen nicht empfehlenswert. Hierzu gehören u. a. Goldlack, Levkojen und Blaukissen

Tipps & Tricks

Achte beim Einbringen der Pflanzen ins Beet darauf, dass sie nicht zu tief eingesetzt werden. Die Knolle fault sonst, wenn sie das Erdreich berührt.

Text: Nane Busse

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