Kleine Fliegen umschwirren die Blumen – was ist das?

Nahezu jeder Liebhaber von Topfblumen kennt die winzigen Fliegen, die aufsteigen, gießt man die Pflanzen. Trauermücken sind zwar nicht gefährlich, jedoch ausgesprochen lästig und bei manchen Menschen lösen sie starken Ekel aus. Mit unseren Tipps werden Sie die Tierchen schnell wieder los.

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Bei Trauermückenbefall sollte die Blume umgetopft werden

Trauermücken erkennen

Auf den ersten Blick ähneln Trauermücken den winzigen Obstfliegen, die insbesondere im Sommer massenhaft im Obst sitzen können. Im Unterschied zu diesen halten sich Trauermücken stets in der Nähe von Blumen oder Zimmerpflanzen auf. Die kleinen, schwarzen Fliegen steigen beim Gießen aus der Erde auf. Auf dem Substrat können Sie mit einer Lupe sehr kleine, glasig weiße Larven entdecken.

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Schäden durch Trauermücken

Bei starkem Befall treten lokale Pflanzenschäden auf. Jungpflanzen und Stecklinge können absterben. Da die Larven an der Wurzel fressen, tritt Kümmerwuchs auf. Eine indirekte Schädigung kann durch die Verbreitung von Krankheitserregern erfolgen, die von den Mücken weiter getragen werden.

Möglichkeiten der Bekämpfung

Da sich Trauermücken häufig bereits in der Blumenerde neu gekaufter Pflanzen befinden, sollten Sie diese Pflanzen immer in frisches Substrat umtopfen. Reinigen Sie Pflanzgefäße, die Sie wiederverwenden möchten, stets gründlich mit sehr heißem Wasser.

Zur Bekämpfung eignen sich:

  • Streichhölzer,
  • Quarzsand,(15,15€ bei Amazon*) Zierkies oder Tongranulat
  • Kaffee
  • Klebetafeln,
  • trockene Blumenerde,
  • Nematoden.

Streichhölzer

Stecken Sie vier abgebrannte Hölzchen rund um die Blume in die Erde. Durch die freiwerdenden Schwefelbestandteile werden die Larven abgetötet und es schlüpfen keine neuen Mücken mehr. Streichhölzer nach ein paar Tagen austauschen.

Quarzsand, Zierkies oder Tongranulat

Streuen Sie eines dieser Materialien etwa zwei Zentimeter dick auf die Blumenerde. Dadurch wird verhindert, dass sich die Mückenweibchen für die Eiablage in das Substrat eingraben können.

Kaffee

Mischen Sie 100 ml Kaffee mit 100 ml Wasser und gießen Sie die Blumen mit dieser Mischung. Die Larven reagieren äußerst empfindlich auf Koffein und verenden.

Klebetafeln

Diese helfen nur gegen die schon geschlüpften Mücken. Die erwachsenen Tiere werden von der leuchtenden Farbe der Klebefallen, die in die Erde gesteckt werden, magisch angezogen und gefangen.

Trockenheit

Da sich Trauermücken in sehr feuchtem Substrat wohlfühlen sollten Sie es vermeiden, die Blumen zu überwässern. Haben sich die Tiere bereits eingenistet, können Sie eine zweiwöchige Gießpause einlegen. Tragen Sie zusätzlich die oberste Schicht [lik u=blumenerde]Blumenerde[/link] ab und ersetzen Sie diese durch frisches Substrat.

Nematoden

Die winzig kleinen Fadenwürmer der Gattung steinernem felitiae befallen die Laven der Trauermücken und töten sie. Sie werden einfach mit dem Gießwasser vermengt und auf die Blumenerde gegossen. In der Folge bildet sich ein stabiler Stamm der für Mensch und Tier ungefährlichen Nematoden und schützt die Blumen nachhaltig.

Neubefall vorbeugen

Damit die winzigen Mücken nicht nach kurzer Zeit wieder auftreten, sollten Sie alle Zimmerpflanzen und Blumen mäßig gießen. Wässern Sie nur dann, wenn sich die oberste Schicht des Substrats trocken anfühlt. Im Untersetzer stehendes Wasser sollte stets weggekippt werden.

Tipps

Hausmittel wie Zigarettenasche, Backpulver oder gar Desinfektionsmittel sollten Sie nicht anwenden. All diese Produkte lassen die Trauermücken zwar eingehen, sie schädigen jedoch auch die Blumen massiv.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: NicNak/Shutterstock

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