Der Kirschlorbeer muss umziehen – so versetzen Sie den Strauch

Sie möchten einer zu groß gewachsenen Lorbeerkirsche einen neuen Platz im Garten geben und müssen den Baum umsetzen? Mit unseren Tipps gelingt das Verpflanzen des immergrünen Strauches garantiert.

Kirschlorbeer umpflanzen

Der geeignete Zeitpunkt für den Umzug

Damit die Lorbeerkirsche nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird, sollten Sie den Strauch nach Möglichkeit im zeitigen Frühjahr oder Frühherbst versetzen. Der Boden muss bei diesen Arbeiten absolut frostfrei sein. Zu Beginn und am Ende der Wachstumsperiode steckt das Gehölz alle Kraft in die Bildung neuer Wurzeln und wächst dadurch schneller an als beim Umsetzen in den Sommermonaten.

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Vorbereitung des Strauches

Groß gewachsene Sträucher werden zunächst zurückgeschnitten. Sie können dadurch einfacher transportiert werden und gleichzeitig wird die Verdunstung über die Blattfläche reduziert. Kürzen Sie den Kirschlorbeer um etwa ein Drittel ein und entfernen Sie bei dieser Gelegenheit alle abgestorbenen Pflanzenteile. Binden Sie im Anschluss die Äste etwas zusammen, damit Sie die Lorbeerkirsche leichter an ihren neuen Standort transportieren können.

Ausgraben der Lorbeerkirsche

Die Lorbeerkirsche bildet ein weitläufiges und tief reichendes Wurzelwerk, das Sie großräumig ausgraben müssen. Die für das Überleben des Strauches wichtigen Faserwurzeln befinden sich im äußeren Bereich des Strauchumfangs, der beim Kirschlorbeer durchaus auch zwei oder drei Meter betragen kann.

Wässern erleichtert die Arbeit

Heben Sie einen Graben in angemessener Entfernung zum Stamm aus und durchtrennen Sie die darüber hinaus reichenden Wurzeln mit dem Spaten. Wässerns Sie den Strauch gründlich, damit die Wurzeln noch etwas Feuchtigkeit speichern können. Zudem lässt sich die feuchte Erde leichter aufgraben.

Die Wurzeln sollten im Anschluss mindestens sechzig Zentimeter tief freigelegt werden. Tiefer reichende Wurzeln können Sie bei den Grabearbeiten kappen. Wickeln Sie den Wurzelballen nach dem Ausgraben in einen Jutesack,(11,37€ bei Amazon*) damit das empfindliche Wurzelwerk nicht austrocknet.

Pflanzloch vorbereiten

Das neue Pflanzloch muss doppelt so breit und tief sein wie der Wurzelballen der Lorbeerkirsche. Um Staunässe zu vermeiden, welche die Lorbeerkirsche gar nicht mag, sollten Sie in feuchten Gegenden eine Dränageschicht aus Kies in das Pflanzloch einbringen. Verdichteter oder lehmhaltiger Mutterboden wird vor dem Einsetzen des Strauches mit grobkörnigem Sand und Kompost aufgelockert. Reichern Sie die Erde zusätzlich mit einem Langzeitdünger an.

Lorbeerkirsche einsetzen

Beim Einpflanzen des Strauches ist es hilfreich, wenn Ihnen eine zweite Person zur Hand geht. Verbringen Sie den Wurzelballen so ins Pflanzloch, dass die Oberkante des Ballens mit dem Rand des Pflanzlochs abschließt. Richten Sie die Lorbeerkirsche gerade aus und füllen Sie das Pflanzloch mit dem mit Kompost und Sand vermengten Mutterboden auf. Treten Sie die Erde gut fest, damit der Kirschlorbeer einen festen Stand hat.

Formen Sie einen Gießrand und schwemmen Sie die Lorbeerkirsche gut ein. Mulchen Sie den Kirschlorbeer, damit der Boden nicht so schnell austrocknet. In windigen Gegenden benötigt der frisch gesetzte Strauch eine zusätzliche Stürze. Stecken Sie mehrere stabile Stangen rund um den Kirschlorbeer in den Boden und binden Sie die Haupttriebe fest.

Tipps & Tricks

Beim Umsetzen gilt die alte Gärtnerregel: „Drunter und Drüber im Gleichgewicht“. Der Umfang des ausgegrabenen Wurzelballens sollte in etwa dem Umfang der oberirdischen Pflanzenteile entsprechen.

Text: Sabine Kerschbaumer

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