Kartoffeln im Kübel

Kartoffelturm und Maurerkübel statt Kartoffelbeet

Schon mal was vom Kartoffelturm gehört? Das ist nicht etwa ein Berg aus Kartoffeln, sondern ein hohes Pflanzgefäß für den Kartoffelanbau auf dem Balkon. Auch Plastikeimer, Kisten oder Säcke sind eine gute Alternative zum Kartoffelacker im Garten.

Das richtige Gefäß finden

Kartoffelpflanzen brauchen ausreichend Platz, damit sie ihre unterirdischen Triebe entwickeln können. Gefäße müssen deshalb mindestens 10 Liter Fassungsvermögen besitzen. Platz für eine Kartoffelpflanze bieten schon ein großer Wassereimer aus Kunststoff oder ein stabiler Plastiksack.

Für eine größere Ernte brauchst Du mindestens 20 Liter Fassungsvermögen. Dazu eignen sich Maurerkübel oder gar ein Kartoffelturm. Gefüllt werden alle Kübel mit Gartenerde aus dem Gartencenter oder Baumarkt.

Der Trick mit dem Kartoffelturm

Im Kartoffelturm wird geschichtet. Auf eine etwa 15 cm hohe Schicht aus Gartenerde legst Du bis zu 4 Saatkartoffeln und deckst sie mit etwa 10 cm Erde ab. Sind die Pflanzen ca. 15 cm hoch gewachsen, werden sie mit einer neuen Erdschicht bedeckt, so dass nur noch die obersten Blätter herausschauen.

Das wiederholst Du, bis die Erde den oberen Rand Deines Gefäßes bzw. eine Höhe von ca. 80 cm erreicht hat. Durch dieses wiederholte Anhäufeln wachsen die Kartoffelpflanzen in die Höhe und bilden dabei schichtweise Ausläufer mit neuen Knollen.

Einen Kartoffelturm bauen

Variante Eins:

  • besteht aus einem hohen Blumenkübel oder einem Blumenkasten mit einer Höhe von 50 bis 80 cm
  • in den Boden des Gefäßes bohrst Du ein Loch, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann

Variante Zwei:

  • wird aus Bambus- oder Schilfmatten und Wickeldraht gebaut
  • Matte mit senkrechtem Verlauf zu einer Röhre rollen und mit Draht fest umbinden
  • Röhre so aufstellen, dass sie nicht kippt und eventuell mit Stäben sichern
  • mit Erde füllen
  • Bedenke beim Aufstellen, dass diese Variante unten offen ist und das Gießwasser auf den Balkon läuft!
  • besser geeignet für Hof und Terrasse

Variante Drei:

  • entsteht durch das turmförmige Übereinanderschichten von Ziegelsteinen

Variante Vier:

  • besteht aus drei Maurerkübeln
  • in den untersten Kübel wird ein Abflussloch gebohrt
  • darauf werden zwei Kübel jeweils ohne Boden gesetzt

Schwarze Maurerkübel mit Vorteil

Egal, ob Du mehrere schwarze Maurerkübel nebeneinander stellst oder einen Kartoffelturm daraus baust – mit den dunkelwandigen Gefäßen profitierst Du von der Sonneneinstrahlung und kannst die so erwärmten Kübel als Wachstumsbeschleuniger nutzen.

Tipps & Tricks

Steht der Kartoffelturm auf Rasen oder Erde wird er gern von Mühlmäusen besucht. Das verhinderst Du, indem Du unter Deinem Turm eine Folie mit Ablauflöchern auslegst.

Text: Burkhard

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