Karotten säen, pflegen und ernten

Karotten zählen zu den beliebtesten Gemüsesorten der Deutschen. Rund 11,5 Kilogramm verzehrt jeder Bundesbürger im Jahr. Da sie sich zudem unkompliziert kultivieren lassen, gehören sie auch zu jenen Klassikern, die in keinem Gemüsebeet fehlen dürfen.

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Karotten mögen sonnige Standorte

Wie wachsen Karotten?

Möhren gedeihen eigentlich zweijährig, werden im Garten aber ausschließlich als einjähriges Gemüse kultiviert. Im ersten Jahr bilden die Pflanzen eine oberirdische Blattrosette sowie eine Pfahlwurzel, die Rübe. Diese wird im zweiten Jahr zum Speicherorgan umgebaut.

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Karotten werden in frühe und Sommersorten unterschieden. Erstere können Sie schon ab Mai, späte Sorten bis weit in den Herbst hinein ernten.

Standort und Boden

Damit die Saat gut aufgeht, wählen Sie einen vollsonnigen Platz im Gemüsebeet. Das Substrat sollte steinfrei, locker und sandig sein. Treffen die Pfahlwurzeln auf Widerstand oder ist die Erde zu schwer, neigen sie zu bizarren Wuchsformen.

Aussaat

Da Karotten nicht sehr kälteempfindlich sind, können Sie Frühmöhren unter einem Vlies bereits Anfang März aussäen. Lagermöhren für den Winter bauen Sie im Anschluss ab Mitte Mai an.

  • Ziehen Sie 3 Zentimeter tiefe Rillen mit einem Abstand von 30 Zentimeter in den gut gelockerten Boden.
  • Legen Sie alle vier Zentimeter ein Samenkorn hinein.
  • Die Saattiefe sollte etwa 2 Zentimeter betragen.
  • Da Möhren bis zur Keimung circa drei Wochen benötigen, säen Sie zwischen den Reihen eine Markiersaat aus Radieschen, Dill oder Kerbel.

Ausdünnen

Stehen die Karotten zu dicht, nehmen sich die Pflanzen die Nährstoffe gegenseitig weg. Deshalb sollten Sie die Karotten, sobald diese 5 Zentimeter hoch sind, ausdünnen. Kräftige Jungpflanzen können Sie einfach an einer anderen Stelle wieder einpflanzen.

Pflege

  • Zwischen den Reihen regelmäßig Unkraut jäten.
  • Nach längeren Regenperioden die Erde hacken.
  • Bis zum Aufgehen der Samen gut feucht halten und mit feinem Strahl gießen.
  • Zeigen sich Köpfe über der Erde, häufeln Sie diese an.
  • Damit die Pflanzen nicht alle Kraft in das Blattwachstum stecken, sorgen Sie für eine ausgewogene Wasserversorgung.

Schädlinge

  • Die Mischkultur mit Zwiebeln und Lauch hilft dabei, Möhrenfliegen fernzuhalten.
  • Ein locker über die Karotten gelegtes Pflanzenschutznetz hält die Fliegen davon ab, ihre Eier abzulegen. Achten Sie darauf, die Ränder des Netzes einzugraben, denn nur so können die Schädlinge nicht unter das Netz gelangen.

Die Ernte

Den richtigen Erntezeitpunkt gibt es bei Karotten nicht. Kleine Wurzeln schmecken mild uns süß. Je größer sie werden, desto intensiver ist auch das Aroma. Deshalb ernten viele Hobbygärtner die gerade benötigten Möhren fortlaufend während des ganzen Gartenjahres.

  1. Ziehen Sie die Pflanzen am grünen Schopf vorsichtig aus dem Boden.
  2. Entfernen Sie das Laub, da dieses dem Wurzelgemüse Feuchtigkeit entzieht.

Lagerung

Im Winters können Sie Karotten in einer Sandkiste oder einer Erdmiete lagern. Alternativ lassen sich Möhren küchenfertig vorbereitet einfrieren oder durch Einlegen oder Einkochen haltbar machen.

Tipps

Wurden die Karotten im Vorjahr von der Möhrenfliege befallen, sollten Sie auf diesem Beet mindestens drei Jahre keine Möhren mehr anpflanzen. Da die Fliegen im Boden überwintern, würden die neu ausgesäten Pflanzen erneut von den Schädlingen heimgesucht.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: kviktor/Shutterstock

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