Eignet sich die Kamelie als Zimmerpflanze?

Zwar wird die Kamelie oft schon blühend im Topf als Zimmerpflanze angeboten, aber in einem warmen, gut geheizten Wohnzimmer geht sie vermutlich sehr schnell ein. Sie mag nämlich weder trockene Luft noch Wärme.

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Kamelien können im Topf, aber eher nicht im Zimmer gehalten werden

Die Kamelie gilt nicht gerade als pflegeleicht und stellt auch an ihren Standort gewisse Ansprüche. Sie braucht recht viel Licht, mag es dabei aber lieber etwas kühler. Temperaturen über 20 °C hält sie nur für kurze Zeit aus. In der prallen Sonne bekommt sie schnell braune Blätter durch einen Sonnenbrand. Halbschatten ist dagegen recht günstig.

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Woher kommt die Kamelie?

Etwa 300 Arten gibt es von der Kamelie (bot. Camellia japonica), die zur Familie der Teestrauchgewächse gehört und schon Hunderte von Jahren existiert. Sie kommt aus Ostasien. Angeblich wurde die Kamelie schon im 16. Jahrhundert von portugiesischen Seefahrern nach Europa gebracht, wo sie im 19. Jahrhundert ihre Hochzeit erlebte. Sie ist zwar mit dem Teestrauch verwandt, wird aber nicht zur Teegewinnung genutzt sondern als Zierpflanze verwendet.

Kann eine Kamelie im Topf kultiviert werden?

Eine Kamelie kann durchaus im Topf kultiviert werden, wenn Sie dabei einige Dinge beachten. Wählen Sie einen nicht allzu großen Topf für Ihre Kamelie, er sollte immer nur wenige Zentimeter mehr Durchmesser haben als das vorherige Pflanzgefäß.

Verwenden Sie leicht saure Erde, wie zum Beispiel Rhododendronerde, denn die Kamelie ist nicht besonders kalkverträglich. Topfen Sie die Pflanze nicht zu häufig um und bewegen Sie die Pflanze so wenig wie möglich.

Wo fühlt sich die Kamelie wohl?

Im Garten fühlt sich die Kamelie prinzipiell recht wohl. Allerdings sollte auch hier die Luft nicht zu trocken werden. Winterhart ist sie jedoch nur in einer milden Gegend und im Alter. Als Jungpflanze sollte die Kamelie nach Möglichkeit frostfrei überwintern. Daher ist ein Auspflanzen erst im Alter von etwa vier Jahren zu empfehlen.

Ein nicht zu warmer Wintergarten oder ein Kaltgewächshaus sind ganzjährig für die Kamelie geeignet. Hier lässt sich die Luftfeuchtigkeit relativ leicht kontrollieren und konstant bei ca. 70 Prozent halten. Die Temperatur sollte jedoch nicht immer gleich sein. Ein gewisser Kältereiz sorgt für eine üppiger Blüte. Mit diesem können Sie sogar die Blütezeit in gewissen Grenzen beeinflussen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • nicht gut als Zimmerpflanze geeignet
  • bevorzugt eher kühle aber feuchte Luft
  • ist nur bedingt winterhart
  • braucht viel Licht
  • ist nicht wirklich pflegeleicht
  • braucht leicht sauren Boden
  • Kältereiz erforderlich für die Blüte

Tipps

Wenn Sie einen haben, dann stellen Sie Ihre Kamelie in einen eher kühlen Wintergarten. Dort wird sie sich vermutlich sehr wohl fühlen.


Text: Ursula Eggers
Artikelbild: EMFA16/Shutterstock

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