Wissen über die Samen vom Johanniskraut

Ein blutroter Saft, in dem jede Menge ätherische Öle stecken, fließt aus den Blättern und Blüten des Johanniskrauts, wenn man sie presst. Doch nicht nur diese Pflanzenteile sind interessant. Auch die Samen können von Wert sein. Doch wie sehen sie aus und wofür kann man sie gebrauchen?

Johanniskraut Beeren
Die Samen des Johanniskraut sind in den roten Beeren versteckt

Wann sind die Samen reif und bereit gesammelt zu werden?

Zunächst endet die Blütezeit, die in der Regel von Ende Juni bis August andauert. Im Spätsommer reifen die beerenartigen Früchte aus. Meistens sind sie gegen Ende September/Anfang Oktober ausgereift.

Im Herbst können die Früchte geerntet werden. Anschließend ist es ratsam, die Früchte an der Luft zu trocknen. Im trockenen Zustand lassen sich die enthaltenen Samen gut entnehmen. Die Samen sind für die Vermehrung des Johanniskrauts praktisch.

Äußere und innere Merkmale der Samen

Die in den beerenartigen Früchten enthaltenen Samen sehen nicht besonders spektakulär aus. Hier ihre Merkmale:

  • mit 1 mm und weniger sind sie klein
  • oval bis länglich geformt
  • mittelbraun bis schwarzbraun gefärbt
  • glatte Oberfläche
  • ungiftig

Die Samen säen – wie geht’s?

Weitere verbreitete Verwendungsmöglichkeiten als die Aussaat gibt es nicht für die Samen. Normalerweise funktioniert die Aussaat unkompliziert und ist von Erfolg gekrönt. Wenn Sie die Samen säen wollen, sollten Sie das entweder gleich nach der Reife der Samen oder erst im Frühjahr angehen.

Ideal ist es, die Samen im Frühjahr ab etwa März und bis April zu säen. Spätere Aussaaten im Jahresverlauf verzögern die Blütezeit auf das nächste Jahr. Das sollte man über die Aussaat wissen:

  • direkt aussäen oder vorziehen – beides ist möglich
  • Samen sind Lichtkeimer – nicht oder kaum mit Erde bedecken
  • Keimdauer: 2 bis 4 Wochen
  • Keimtemperatur: 18 bis 25 °C

Tipps

Da die Samen ziemlich winzig sind, ist es ratsam, sie vor der Aussaat mit etwas Sand zu vermischen und erst dann breitwürfig auszustreuen.

Text: Anika Gütt
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