Johannisbeer Salbei kann ausnahmslos nur warm überwintern!

Vom Süden der USA bis Mittelamerika erstreckt sich die Heimat dieser Salbei Sorte. Sofort dürfte jedem Leser klar sein, welches Klima sie dort genießt. Ist sie genau so über den hiesigen Winter entzückt? Wohl kaum. Dennoch muss sie kein kurzes Gastspiel geben.

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Johannisbeer-Salbei darf nur zur warmen Jahreszeit ins Freie

Dieser Gast hat keine Winterhärte im Gepäck

Der Gast aus dem fernen Amerika hat keine Winterhärte mitgebracht, weil er schlicht keine besitzt. Wozu sollte sie ihm in seiner sonnigen Heimat auch zunutze sein? Wenn wir dieses Gewächs zu uns bitten, sind wir in der Pflicht. Wir dürfen uns nicht zurücklehnen, sein wundervolles Aussehen bewundern und das herrliche Aroma genießen. Wir müssen diesem Salbei über die „mangelnde Winterhärte“ hinweghelfen. Nur so hat es ein mehrjähriges Leben vor sich.

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Freilandaufenthalt, bitte nur in warmen Monaten!

Die Temperaturwerte müssen tagsüber ebenso wie in der Nacht aus zwei Ziffern bestehen und das Vorzeichen Plus haben. Dann darf Johannisbeer Salbei draußen bleiben und seine Triebe der Sonne entgegenstrecken. Die so verbrachte Zeit kann hierzulande sehr kurz sein.

Es kann Mitte Mai werden, bis das Wetter endlich einen Freilandaufenthalt erlaubt. Und schon im Oktober kann der Ausflug jäh sein Ende finden. Wenn der Besitzer des Salbeis für die übrige Zeit keine Lösung parat hat, muss der Strauch eingehen.

Rückzug in ein geeignetes „Hotel“

Johannisbeer Salbei benötigt für die kühle und frostige Zeit des Jahres eine warme Unterkunft. Es dürfte nicht schwer sein, ein solche zu finden, denn auch geheizte Wohnräume bieten sich für diese wärmeverwöhnte Pflanze an.

  • hell und warm überwintern
  • Temperaturwerte zwischen 10 und 20 °C sind ideal
  • auch Werte zwischen 5 und 10 °C sind akzeptabel

Rückschnitt vor der Überwinterung

Das Gewürzkraut mit den attraktiven Blüten sollte vor dem Einzug an Umfang und Höhe verlieren. Greifen Sie auch dann zur Schere, wenn kein Platzmangel besteht. Schneiden Sie alte Triebe knapp über dem Neuaustrieb zurück. Dabei wird der Salbei vermutlich die Hälfte oder gar zwei Drittel seiner Krone verlieren.

Durch das Zurückschneiden bekommt der Salbei die Gelegenheit, im Frühjahr noch verzweigter auszutreiben. Die abgeschnittenen Triebe dürfen derweilen Ihre Kochkünste bereichern.

Zuwendung ist auch im Winterquartier gefragt

Der Salbei muss regelmäßig und bedarfsgerecht gegossen werden. Im April wird er in frischer Erde umgetopft, bevor es spätestens Mitte Mai wieder nach draußen geht.

Tipps

Auch das herrlich duftende Pfirsichsalbei ist eine nicht wintertaugliche Sorte und muss ebenso wir Johannisbeer Salbei im Haus überwintern.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: aniana/Shutterstock
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