Hundertfüßer im Blumentopf

Meist entdeckt man sie beim Umgraben der Erde: die Hundertfüßer. Im Garten ernähren sie sich von abgestorbenen Pflanzenresten und sind daher nützliche Bodenbewohner. Hat man Zimmerpflanzen über die Sommermonate auf die Terrasse gestellt, können die flinken Tierchen sich auch einmal im Blumentopf ansiedeln.

hundertfuesser-im-blumentopf
Hundertfüße haben tatsächlich 100 und mehr Füße

Was sind Hundertfüßer?

Es handelt sich um etwa 4 cm lange, dünne Kriechtiere, die durch ihre Vielzahl an Beinen ( bis zu 190 Stück) auffallen. Es gibt in Deutschland ungefähr 50 Arten der flinken Räuber. Sie fressen weichhäutige Tiere, die sie mit dem Gift aus dem ersten Beinpaar töten und Pflanzenreste. Hundertfüßer leben in weichen, feuchten Böden und gelangen nur selten in die Erde von Zimmerpflanzen.

Lesen Sie auch

Hundertfüßer als ungebetener Gast im Blumentopf

Viele Zimmerpflanzen sind dankbar, wenn sie in den warmen Sommermonaten auf dem Balkon oder der Terrasse stehen dürfen. Allerdings kann es dann sein, dass sich unbemerkt verschiedene Schädlinge in der Blumenerde ansiedeln, unter anderem auch Hundertfüßer.
Sobald das flinke Kriechtier gesichtet wird, müssen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Obwohl die Hundertfüßer im Garten nützliche Tierchen sind (sie vertilgen alte Pflanzenreste), fressen sie im Haus die Zimmerpflanzen an und schaden ihnen.

Maßnahmen gegen Hundertfüßer im Blumentopf

Verschiedene Maßnahmen sind mehr oder weniger erfolgreich:

Blumentopf in der Badewanne unter Wasser setzen

  • Vorteil: Hundertfüßer kommen aus ihren Verstecken und können abgesammelt werden
  • Nachteil: nicht jede Zimmerpflanze verträgt ein solches Bad

Insektenspray vom Discounter

  • Vorteil: Lästlinge werden abgetötet
  • Nachteil: Die Blumenerde und auch die gesamte Umgebung wird kurzfristig vergiftet. Das kann beim Menschen Allergien

hervorrufen, das Gift tötet im Boden auch alle nützlichen Tiere.

Klebefallen zwischen den Blumentöpfen aufstellen

  • Vorteil: ein Duftstoff lockt die Tiere zuverlässig an, sie bleiben kleben und verenden
  • Nachteil: große Exemplare entkommen aus den Fallen

Einsatz von natürlichen Bioziden, zum Beispiel Kieselgur (pulverisierte Schalen fossiler Kieselalgen)

  • Vorteil: keine schädliche Wirkung für Mensch und Tier, die Konsistenz des Puders tötet die Hunderfüßer

Gegen Hundertfüßer vorbeugen

Hundertfüßer mögen keine Trockenheit. Halten Sie die Blumenerde Ihrer Zimmerpflanzen also relativ trocken und gießen nur, wenn die oberste Erdschicht ausgetrocknet ist. Ist die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch, kann ein Luftentfeuchter helfen.
Kleine Päckchen mit Kieselerde auf der Fensterbank entziehen der Umgebung jegliche Feuchtigkeit.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: kooanan007/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.