Heidelbeeren nur richtig reif ernten

Heidelbeeren sind bei hochsommerlicher Hitze eine gesunde Erfrischung mit vielen Vitaminen. Sie sollten für ein optimales Geschmackserlebnis aber nur vollreif gepflückt werden, da sie nicht nachreifen.

Heidelbeeren reif

Der richtige Zeitpunkt für Waldspaziergänge

Wenn es Ihnen im Hochsommer im eigenen Garten zu heiß werden sollte, können Sie mit einem erfrischenden Waldspaziergang gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Etwa ab Anfang Juli werden in den Lichtungen von Moorwäldern und an manchen Hängen die kleinen und besonders aromatischen Früchte der Waldheidelbeeren reif. Deren Erntezeit ist in der Regel etwas kürzer als die der Kulturheidelbeeren, da sie nur eine niedrige Strauchhöhe mit sehr wenigen Früchten pro Pflanze erreichen. In höheren Lagen können aber manchmal auch im August noch wilde Heidelbeeren gesammelt werden. Bei allen im Wald gesammelten Beeren gilt es, gepflückte Früchte nicht ungewaschen direkt im Wald zu verzehren. So verlockend die Früchte als Erfrischung auch sein mögen, schützen Sie sich mit einem ausgiebigen Waschen oder dem Einkochen vor dem gefährlichen Fuchsbandwurm.

Vollreife Früchte auf einen Blick erkennen

An den bis zu 2,5 Meter hohen Sträuchern der nordamerikanischen Kulturheidelbeere reifen die Früchte ab Anfang Juli etwa zwei Monate lang zeitversetzt aus. Wie bei den Himbeeren können hier vollreife und noch sehr unreife Früchte direkt nebeneinander hängen. Die reifen Heidelbeeren erkennen Sie an einer dunkelblauen Färbung und an einer prallen Form. Beim Pflücken lassen sie sich mit sanftem Druck mit zwei Fingern leicht von den Sträuchern abreißen. Im Gegensatz zu der Ernte von Waldheidelbeeren ist ein Quetschen einzelner Früchte bei Kulturheidelbeeren weniger schlimm, da deren Fruchtfleisch und Saft nicht blau gefärbt sind und somit auch die Finger und Hände nicht blau färben.

Die Ernte beschleunigen und erleichtern

Sollten Sie sehr große Mengen von Heidelbeeren zu ernten haben, so empfiehlt sich vielleicht die Anschaffung eines sogenannten Heidelbeerkamms. Das ist ein kastenförmiges Erntegerät, welches aus einem Vorderteil mit kammweise angeordneten Metallzinken und einem Auffangbehälter besteht. Es erlaubt das Abstreifen mehrerer Beeren von einem Zweig, ohne dabei die Blätter abzureißen. Allerdings gehört dazu etwas Übung, weil ansonsten die oft sehr nah an den reifen Früchten angeordneten unreifen Beeren mit abgerissen werden. Größere Mengen von Heidelbeeren können zu diversen Köstlichkeiten wie den folgenden verarbeitet werden:

  • Kuchen mit Heidelbeeranteil
  • Marmelade
  • Fruchtsaft
  • getrocknete Heidelbeeren
  • gefrorene Beerenmischungen für Eisbecher und Süßspeisen

Tipps & Tricks

Sollten Sie Heidelbeeren nicht gleich frisch verzehren oder einkochen können, so lassen Sie diese besser noch am Strauch hängen. Sie sind an den Pflanzen hängend meist besser haltbar, als dies im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur der Fall ist.

Text: Alexander Hallsteiner

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