Krankheiten an Heidelbeeren erkennen und vermeiden

Heidelbeeren sind in den letzten Jahren als Gartenobst sehr in Mode gekommen, da sie auf kleinem Raum einen hohen Ertrag leckerer Früchte liefern. Allerdings sind auch sie von gewissen Krankheiten betroffen.

Heidelbeeren Krankheiten

Bei Problemen zunächst Standort und Pflege kontrollieren

Aufgrund von mangelnder Information kommt es oft schon bei der Pflanzung von Heidelbeeren im Garten zu gravierenden Fehlern, die sich dann in der Folge auch massiv auf die Gesundheit und den Ertrag der Pflanzen auswirken. So sind die meisten Gartenböden hierzulande eher lehmig und kalkreich. Auch die aus Nordamerika stammenden und gezüchteten Kulturheidelbeeren benötigen aber für ein gesundes Gedeihen einen eher sauren und kalkarmen Boden von lockerer Konsistenz mit einem pH-Wert zwischen 4,0 und 5,0. Am geplanten Standort für den Anbau von Heidelbeeren muss also ein unpassendes Substrat zunächst weiträumig durch spezielle Azaleen- und Rhododendron-Erde ersetzt werden. Geschieht dies nicht, kann es zu Kümmerwuchs und eventuell auch einem kompletten Eingehen der Heidelbeerpflanzen kommen. Ist dies nicht möglich, ist eine Kultur im Topf mitunter die bessere Wahl.

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Der Frostspanner als einzig wirkliche Gefahr für Heidelbeeren

Grundsätzlich gehören Heidelbeeren im Garten mit zu den am wenigsten für Krankheiten anfälligen Obstgehölzen. Trotzdem kann es zu einem Austrocknen und Abfallen von Knospen kommen, die optisch durch weiße Gespinste zu erkennen sind. Hierbei handelt es sich um das Werk des Frostspanners, der in dichten Beständen größeren Schaden anrichten kann, wenn er sich ungehindert ausbreitet. Ein sanfter Pflegeschnitt und ausreichender Pflanzabstand zwischen den Reihen eignen sich zur Vorbeugung vor dem Frostspanner. Betroffene Stellen sollten zügig ausgeschnitten und regelmäßig wieder kontrolliert werden.

Fäulnis durch Staunässe

Die für den Anbau im Garten gezüchteten Kulturheidelbeeren gedeihen an vollsonnigen Standorten am Besten. Die Pflanzen sollten insbesondere knapp vor der erntesaison im Juli und August ausreichend bewässert werden, Staunässe ist aber unbedingt zu vermeiden. Stehen die Pflanzen zu dicht und schattig, kann es bei der Kombination mit Staunässe zu einem Fäulnisproblem kommen. Als Gegenmaßnahmen helfen:

  • das Auflockern des Bodens
  • ein kontrolliertes Bewässern
  • der Rückschnitt benachbarter Bäume für eine stärkere Besonnung und bessere Windbelüftung

Tipps & Tricks

Der Ertrag von Heidelbeeren im Garten kann auch durch Fruchtdiebe in Form von Vögeln geschmälert werden. Diesen kann aber mit über die Sträucher gespannten Vogelnetzen relativ einfach und kostengünstig beigekommen werden.

Text: Alexander Hallsteiner

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