Welche Sorten der Haselnuss gibt es?

Wer sich eine Haselnuss in den eigenen Garten pflanzen will, sollte sich einmal mit dem breiten Spektrum an Haselnusssorten befassen. Die Bandbreite erscheint schier unendlich - da gilt es, den Überblick zu bewahren und für sich die richtige Sorte ausfindig zu machen.

Haselnuss Sorten
Nächster Artikel Zur Tat schreiten: Die Haselnuss pflanzen!

Die zwei bekannten Hauptarten und Unbekanntere

Zu den zwei bekanntesten Arten der Haselnuss zählen die Zellernuss und die Lambertsnuss. Daneben gibt es einige weitere Arten, die jedoch weniger bedeutungsvoller sind. Dies sind unter anderen die Baumhasel (Corylus colurna), die äußerst hartschalige Nüsse besitzt, und die Japanische Haselnuss, die sich durch einen strauchartigen Wuchs und dicke Stämme auszeichnet.

Die Zellernuss/Corylus avellana

Zellernüsse gehen zurück auf die ursprüngliche Waldhasel. Sie sind in der Regel kleiner und weniger aromatisch im Geschmack als Lambertsnüsse. Doch eines ihrer schlagkräftigsten Vorzüge ist ihr schwacher Wuchs. Im Gegensatz zu Lambertsnüssen wachsen Zellernüsse langsamer und bilden weniger Ausläufer aus. Das macht sie perfekt für kleinere Gärten.

Zu den beliebtesten und bewährtesten Sorten der Zellernüsse auf dem Markt zählen unter anderen die folgenden:

  • ‚Rotblättrige Zellernuss‘: dunkelroter Austrieb, rotbraunes Sommerlaub, hoher Ertrag, dünnschalig
  • ‚Bergers Zellernuss‘: gesund, ertragreich, große Früchte
  • ‚Römische Zellernuss‘: alte Sorte mit hohen und regelmäßigen Erträgen

Die Lambertsnuss/Corylus maxima

Lambertsnüsse stammen ursprünglich aus der Türkei, die heute zu den Hauptanbaugebieten der Haselnuss zählt. Sie stellen die Haselnüsse dar, die im Handel vermehrt anzutreffen sind. Im Vergleich zu Zellernüssen sind Lambertsnüsse üppiger im Wuchs und schmecken süßer. Ein starker Nachteil: Sie sind schwieriger zu ernten, da sich die Nüsse schwer von der Fruchthülle lösen lassen.

Zu den Lambertsnüssen, die sowohl als Haselnussstrauch als auch als Haselnussbaum gezogen werden können, zählen folgende empfehlenswerte Sorten:

  • Bluthasel : rotlaubige Sorte
  • ‚Fertile de Nottingham‘: äußerst hohe Erträge
  • ‚Webbs Preisnuss‘: ertragreich, großfruchtig
  • ‚Cosford‘: früh reifend
  • ‚Hallesche Riesenuss‘: ertragreich, großfruchtig
  • ‚Wunder aus Bollweiler‘: sehr ertragreich, spät reifend

Tipps & Tricks

Sie haben Lust auf außergewöhnliche Haselnusssorten in ihrem Garten? Wie wäre es mit der Trauerhasel mit ihren malerisch überhängenden Trieben, der Korkenzieherhasel mit ihren korkenzieherartigen Zweigen oder der Goldhasel ‚Aurea‘ mit ihrem gelbgrünem Laub und ihren orangegelben Trieben?

Text: Anika Gütt
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Rating: 0/5. 0 Stimmen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.