Wie zieht man die Haselnuss aus Samen?

Eine Haselnuss aus einem Samen zu ziehen, ist ein Kinderspiel für jeden mit ein wenig Erfahrung mit Pflanzen. Damit daraus keine Tortur wird und die Anzucht gelingt, gibt es dennoch einige Punkte zu beachten...

Haselnuss ziehen

Welche Nüsse sind zum Keimen geeignet?

Haselnüsse aus dem Handel sind in der Regel nicht zum Ziehen geeignet. Häufig sind sie zu heiß getrocknet worden, sodass sie nicht mehr keimfähig sind. Weiterhin sind sie oft zu alt und haben durch die Überlagerung ihre Keimfähigkeit verloren.

Wesentlich besser zum Keimen geeignet sind Haselnüsse aus eigener Ernte . Sie sollten nicht zu alt sein. Daher ist es ratsam, frisch geerntete Nüsse zu verwenden.

Der ideale Standort und der passende Boden

Gut überlegt sollte die Standortwahl sein, wenn die Haselnüsse nicht zuerst in Töpfen herangezogen werden, sondern sofort ins Freiland verfrachtet werden. Der Standort zum Ziehen sollte geschützt, idealerweise halbschattig und sicher vor Tierfraß sein. Der Boden sollte die folgenden Eigenschaften aufweisen:

  • hoher Nährstoffgehalt
  • lockere Beschaffenheit
  • tiefgründig
  • durchlässig
  • pH-Wert zwischen 6 und 6,5

Wie keimen sie am besten?

Haselnüsse brauchen eine Kälteperiode, um zum Keimen angeregt zu werden. Daher ist es gut, die Nüsse (mit Schale) einfach ins Freiland in die Erde zu stecken. Dort werden sie leicht mit Erde bedeckt. Anschließend werden sie sich selbst überlassen. Mit Glück erscheinen im nächsten Frühjahr die ersten Triebe.

Die Anfangszeit überstehen – keine Herausforderung

In der ersten Zeit sollte der Boden regelmäßig gewässert werden. Ein feuchtes Milieu ist für die Haselnuss anfangs äußerst bedeutsam. Pflege benötigt sie nicht und einen Winterschutz ebenso wenig. Nach zwei bis drei Jahren Wartezeit trägt die Pflanze gewöhnlich die ersten Früchte und die Ernte kann beginnen.

Tipps & Tricks

Achtung: Selbst gezogene Haselnüsse sind in der Regel weniger ertragreich. Zudem besitzen die herausgebildeten Nüsse nicht die Qualität (vor allem Größe und Geschmack) derer, die Sie einst eingepflanzt haben.

Text: Anika Gütt
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