Unterschiede zwischen Ginster und Forsythie

Ginster und Forsythie sehen sich manchmal zum Verwechseln ähnlich – aber nur, wenn man die Gewächse oberflächlich betrachtet. Wir wollen genauer hinsehen und legen Ihnen dar, worin sich Ginster und Forsythie im Wesentlichen unterscheiden.

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Ginster (hier abgebildet) hat größere Blütenblätter als die Forsythie

Gehören Ginster und Forsythie zur gleichen Familie?

Einer der Unterschiede zwischen Ginster und Forsythie ist, dass sie nicht zur gleichen Pflanzenfamilie gehören. Während es sich beim Ginster um einen Hülsenfrüchtler der Ordnung Schmetterlingsblütler handelt, zählt die Forsythie zu den Ölbaumgewächsen und innerhalb derer zu den Lippenblütlern.

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Wachsen Ginster und Forsythie gleich hoch?

Ginster und Forsythie können, müssen aber nicht gleich hoch wachsen. Beim Ginster variiert die Wuchshöhe in der Regel zwischen einem halben und zwei Metern. Demgegenüber erreicht die Forsythie üblicherweise Wuchshöhen von bis zu vier Metern, wächst also tendenziell höher.

Blühen Ginster und Forsythie immer gelb?

Die Blüten der Forsythie präsentieren sich tatsächlich immer in Gelb, wenn auch in verschiedenen Tönen. Viele Menschen glauben, dass Ginstersträuche ebenfalls stets gelbe Blüten ausbilden würden – dies ist jedoch ein Irrtum.

Zwar haben die meisten Arten des Schmetterlingsblütlers gelbe Blüten, doch es gibt genauso Sorten, die beispielsweise rötlich-orange oder sogar zweifarbig sind. Somit leuchten Ginster in mehreren Farben.

In Bezug auf die Blüten existiert ein weiterer Unterschied: Die Forsythie hat Einzelblüten; demgegenüber stehen die Blüten beim Ginster selten einzeln.

Wachsen Ginster und Forsythie an ähnlichen Standorten?

Nein, sie haben zum Teil sogar ziemlich gegensätzliche Ansprüche. So gedeiht der Ginster problemlos an nährstoffarmen Standorten; die Forsythie hingegen kann sich nur in nährstoffreichen Böden optimal entwickeln.

Um nach allen Unterschieden noch eine Gemeinsamkeit zu erwähnen: Beide Sträucher fühlen sich in der Sonne am wohlsten und wünschen sich einen mäßig feuchten Untergrund.

Tipp

Die Sache mit dem Namen Ginster

Neben der eigentlichen Pflanzengattung Ginster (Genista) gibt es noch andere Gattungen und Arten, die den Bestandteil „-ginster“ im Namen tragen. Zu nennen sind hier insbesondere der beliebte Besenginster (Cytisus scoparius) und der Binsenginster (Spartium junceum). Alle Varianten haben jedoch eine ähnliche Optik – daher rührt es vermutlich, dass die Bezeichnung Ginster so verbreitet ist.

Text: Natascha Mussger
Artikelbild: Carmen Hauser/Shutterstock