Ist der Echte Ginster giftig?

Als pflegeleichter und winterharter Strauch ist der Ginster mit seinen dekorativen Blüten auch für Hobbygärtner geeignet und eine Zierde in vielen Gärten. In den Familiengarten sollte er jedoch nur mit Bedacht gepflanzt werden denn er ist giftig.

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Alle Pflanzenteile des Ginsters sind giftig

Aus den zierlichen Blüten bilden sich kleine Hülsenfrüchte. Wie alle anderen Teile des Ginsters sind sie giftig und sollten nicht in Kinderhand und -mund gelangen. Da der Geschmack vom Ginster ziemlich unangenehm ist, wird er vermutlich eher selten in den Mund gesteckt. Trotzdem sollten Sie gut aufpassen.

Auch bei Tieren können Vergiftungserscheinungen auftreten. sogar Todesfälle sind bei kleineren Tieren schon aufgetreten. Daher sollten Ginster nicht zu dicht neben einen Fischteich pflanzen. Fallen Blüten, Samen oder Laub ins Wasser, dann könnte dies für Ihre Fische gefährlich werden.

Vorsicht auch beim Pflanzenschnitt

Zumindest bei umfangreicheren Rückschnitten sollten Sie Handschuhe tragen, denn auch der Pflanzensaft des Ginsters ist giftig. Der Kontakt damit kann zu Hautreaktionen führen. Diese Vorsichtsmaßnahme ist besonders empfindlichen Menschen und Allergikern zu empfehlen.

mögliche Vergiftungssymptome durch Ginster:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Herz- und Kreislauf-Beschwerden
  • Lähmungserscheinungen
  • Kreislaufkollaps

Sind andere Ginsterarten auch giftig?

Alle Sorten des Echten Ginsters und auch die „unechten“ Ginsterarten gelten als giftig. Zwar ist die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe unterschiedlich und auch die Konzentration der Giftstoffe variieren kann, aber einen ungiftigen Ginster gibt es nicht. Übrigens können die Hülsenfrüchte auch für (demente) Senioren zum Verhängnis werden, denn sie ähneln kleinen Bohnen.

Tipps

Möchten Sie gern Ginster in Ihren Garten pflanzen, dann sorgen Sie dafür, dass er für kleine Kinder und Haustiere nicht erreichbar ist.

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: Iryna Bozhenkova/Shutterstock
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