Frauenmantel Steckbrief

In der Übersicht: Ein Steckbrief zum Frauenmantel

Frauenmantel - womöglich ist er Ihnen schon einmal begegnet oder Sie liebäugeln mit ihm. Als Kraut ist er für sein äußerst anspruchsloses und pflegeleichtes Wesen bekannt. Doch wenn Sie ihn wirklich kennenlernen wollen, sollten Sie sich eingehender mit ihm beschäftigen...

Kurz und knackig: Die wichtigsten Fakten

  • Pflanzenfamilie und Gattung: Rosengewächse, Alchemilla
  • Ursprung: Osteuropa, Asien
  • Winterhärte: absolut frostfest
  • Wuchs: aufrecht, niedrig, krautig
  • Laub: rundlich bis nierenförmig, gelappt
  • Blüte: Juni bis Juli (Nachblüte bis September), Rispen, gelbgrün
  • Früchte: einsamige Nüsschen
  • Standort: sonnig bis schattig
  • Boden: mäßig nährstoffreich, lehmig, kalkig
  • Vermehrung: Teilung, Aussaat
  • Verwendung: Zierpflanze, Einfassungen, Küchenkraut, Heilpflanze

Was es mit seinen Namen auf sich hat

Wie ein schützender Mantel legt sich der Frauenmantel um die Frauenwelt. Dank eines Pflanzenhormons, das dem weiblichen Progesteron ähnelt, kann er bei vielen Beschwerden des Frauseins eingesetzt werden wie Menstruationsschmerzen, starken Blutungen und Wechseljahresproblemen.

Der botanische Name ‚Alchemilla‘ leitet sich von ‚Alchemistenkraut‘ ab. So wurde der Frauenmantel zur Zeit des Mittelalters gern von Wissenschaftlern bezeichnet. Die Wissenschaftler waren von den sich jeden Morgen auf den Blättern bildenden Tautropfen – ein natürliches Destillat aus den Blättern – begeistert.

Von unten bis oben

Ein kriechender Wurzelstock breitet sich im Erdreich aus. Aus ihm geht an der Oberfläche ein rosettenartiger Wuchs hervor. Bis zu 40 cm hoch und 50 cm breit wird er, der Frauenmantel.

Sein rundliches bis nierenförmiges Laub wird zwischen 5 und 15 cm breit, ist gelappt und an der Unterseite sanft behaart. Die Lauboberseite ist je nach Art kahl bis behaart. Im Juni wird das Laubgewand von langen Blütenständen überthront. Es sind rispenartige und seitenständige Blütenstände. Die einzelnen Blüten sind vierzählig und kronblattlos.

Ein Heilkraut der Spitzenklasse

Sowohl die Blätter als auch die Blüten des Frauenmantels werden gern für Heilzwecke eingesetzt. Sie sind essbar und sollten mit dem Beginn der Blütezeit geerntet werden.

Ob ein Tee, ein Smoothie, eine Salbe oder eine Mundspülung, das Kraut, das sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden kann, wirkt unter anderen:

  • krampflösend
  • blutreinigend
  • durchblutungsfördernd
  • entzündungshemmend
  • schmerzstillend
  • verdauungsfördernd
  • antibakteriell
  • beruhigend

Tipps & Tricks

Frauenmantel ist weiterhin unter den Namen Silbermantel, Mutterkraut, Liebfrauenmantel und Allerfrauenheil bekannt.

KKF

Text: Anika Gütt

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