Frauenmantel – Blätter und Blüten ernten

Bereits zu Zeiten des Mittelalters und insbesondere von Hildegard von Bingen wurde Frauenmantel als Heilpflanze geschätzt. Er ist gegen zahlreiche Beschwerden einsetzbar. Doch was sollte man bei der Ernte beachten?

Frauenmantel ernten

Wo kann man Frauenmantel finden?

Frauenmantel wird gern in Gärten wie Bauerngärten und Vorgärten gepflanzt. Darüber hinaus können Sie ihn in seiner Wildform vom Tiefland bis hinauf zu den Alpen antreffen. Gern wächst er an Waldrändern, auf offenen und saftigen Weiden und Wiesen, an Feldern sowie in lichten Gebüschen. Standorte, die feucht bis nass und nährstoffreich sind, stellen sein liebstes Territorium dar.

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Was kann man ernten?

Vom Frauenmantel können Sie alle Pflanzenteile ernten. Für heilkundliche Zwecke werden in der Regel die Blätter geerntet. Doch ebenso können die Stängel, Blüten und Wurzeln geerntet und später genutzt werden. Dabei ist es unabhängig davon, ob Sie Alchemilla mollis (Weicher Frauenmantel) oder Alchemilla alpina (Bergfrauenmantel) ernten.

Wann ist die richtige Erntezeit?

Im Gegensatz zu den meisten anderen Kräutern, ist es beim Frauenmantel am besten, ihn zu seiner Blütezeit zu ernten. Die Blüte setzt im Mai ein und dauert bis August/September an. Bevor Sie das Kraut ernten, schauen Sie nach, ob der Morgentau abgetrocknet ist. Die Wurzeln werden im Frühjahr oder Herbst ausgegraben.

Wie wird geerntet?

So gehen Sie beim Ernten vor:

  • eine scharfe Schere oder ein Messer parat haben
  • Blätter und Blüten mitsamt Stielen abschneiden
  • in Korb oder Tüte sammeln
  • für Ungeduldige: Im Frühjahr nur die oberen Blätter abschneiden

Was kann man mit den geernteten Blättern und Blüten anstellen?

Frauenmantel ist essbar . Pur genossen schmeckt er bitter und leicht säuerlich, aber angenehm im Vergleich zu manch anderen Kräutern. Sie können die jungen Blätter beispielsweise für Salate und Smoothies verwenden. Die Blüten werden gern in eine Vase zusammengefasst gestellt.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten sind das Trocknen, das Bereiten von Salben und Tinkturen, das Herstellen von Umschlägen und Spülungen. Am geläufigsten ist das Trocknen von Frauenmantel . Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Blätter nicht braun werden.

Tipps & Tricks

Wenn Sie die Wahl haben, sammeln Sie lieber Bergfrauenmantel bzw. wilden Frauenmantel als den Frauenmantel aus dem Garten. Die Wildform hat einen höheren Wirkstoffanteil und ist demzufolge wirkkräftiger.

KKF

Text: Anika Gütt

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