Frauenmantel Wirkung

Frauenmantel – Wirkung, Anwendung und Verwendung

Frauenmantel ist im Garten hübsch anzusehen, insbesondere zu seiner Blütezeit. Doch dass dieses Kraut mehr als nur einen Zierwert hat, wird offenbar, wenn man sich in die Naturheilkunde begibt und nach ihm forscht...

Nächster Artikel Informatives zum Pflanzen von Frauenmantel

Frauenmantel gegen Frauenleiden

Frauenmantel wird vorwiegend gegen typische Frauenleiden wie Menstruationschmerzen eingesetzt. Darüber hinaus ist es bei der Geburt und im Anschluss dienlich. Es wirkt entkrampfend auf die Gebärmutter und unterstützt damit die Geburt. Es fördert zur Stillzeit die Milchbildung. Außerdem kann es aufgrund seines enthaltenen Pflanzenhormons, das dem weiblichen Progesteron ähnelt, Mangelzustände an Progesteron im Körper ausgleichen.

Bereits vier Wochen vor der Geburt kann das Kraut regelmäßig eingenommen werden. Es bereitet die Gebärmutter vor, in dem es sie entkrampft und lockert. Der Geburtsvorgang wird dadurch erleichtert. Zur Geburt sollte das Frauenmantelkraut am besten als Tee oder via Tinktur äußerlich eingenommen werden.

Wer unten erheblichen Menstruationsbeschwerden wie Unterleibsschmerzen und starken Blutungen oder unregelmäßigen Zyklen leidet, kann den Frauenmantel als Tee (3 Tassen pro Tag) vorbeugend als auch direkt zur Linderung einnehmen. Die Wirkkraft wird von vielen Frauen als spürbar beschrieben.

Frauenmantel: Nicht nur für Frauen

Der Begriff Frauenmantel mag viele Männer abschrecken, so dass sie sich vor dem Kraut und seiner Einnahme fernhalten. Doch Frauenmantel ist viel mehr als ein Kraut, dass bei Frauenleiden hilft. Männer sollten vor der Verwendung nicht zurückscheuen.

Wie wirkt Frauenmantel?

Frauenmantel, der in der Medizin als Alchemilla vulgaris bezeichnet wird, hat ein breites Wirkspektrum. Er wirkt unter anderen:

  • beruhigend
  • blutreinigend
  • blutbildend
  • ausgleichend auf den Hormonspiegel
  • harntreibend
  • krampflösend
  • durchblutungsfördernd
  • antiseptisch
  • entzündungshemmend
  • adstringierend
  • wehenfördernd

Bei welchen Beschwerden hilft Frauenmantel?

Mit seinen vielschichtigen Wirkungsweisen hilft das Kraut unter anderen bei:

  • Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt
  • Erkältungskrankheiten
  • Fieber
  • Nierenschwäche
  • Schlaflosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Eiterungen wie Abszessen und Akne
  • schlecht heilenden Wunden
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Regelschmerzen
  • starken Menstruationsblutungen
  • trockener Haut

Anwendung von Frauenmantel

Wenn Sie Frauenmantelkraut im eigenen Garten gepflanzt haben, können Sie es selbst ernten . Die beste Erntezeit für das Kraut ist während der Blüte zwischen Mai und September gekommen. Sie können es anschließend frisch verwenden beispielsweise in Smoothies oder Salaten verarbeiten.

Da die Erntemengen gewöhnlich hoch ausfallen und das gesamte Kraut nicht sofort verwendet bzw. verzehrt werden kann, ist es ratsam, es zu trocknen und später beispielsweise zum Bereiten eines Tees zu verwenden. Dazu genügt ein gehäufter Teelöffel des getrockneten Krauts für eine Tasse. Frauenmantel schmeckt als Tee äußerst angenehm.

Frauenmantel als Tinktur

Um eine Frauenmantel-Tinktur herzustellen benötigen Sie einen 40 % Vol. Alkohol wie Doppelkorn, frische oder getrocknete Pflanzenteile, ein verschließbares Gefäß und ein Sieb oder einen Kaffeefilter. So gehen Sie vor:

  • Kraut im Gefäß mit Alkohol übergießen
  • Gefäß verschließen
  • an warmen Platz 2 bis 6 Wochen stehen lassen
  • Tinktur durch Sieb oder Kaffeefilter filtern
  • in Gefäß gießen und verschließen

Die fertige Tinktur können Sie mehrere Jahre lang aufbewahren. Durch den Alkohol wird sie gut konserviert. Zur Anwendung: 2 bis 3 mal am Tag 3 bis 6 Tropfen einnehmen. Am besten ist es, die Dosierung nach und nach zu steigern.

Frauenmantel als Umschlag

Frauenmantel kann äußerlich als Umschlag eingesetzt werden. Sie haben zwei Varianten zur Wahl. Entweder Sie tränken ein Baumwolltuch (oder anderes Tuch wie Mulltuch) in einem Frauenmantelteeaufguss und Sie machen einen Brei aus zerstampften Frauenmantelkraut. Den Umschlag können Sie beispielsweise bei Abszessen, trockener Haut und Akne einsetzen. Lassen Sie ihn mindestens 30 Minuten auf der Haut einwirken.

Kann Frauenmantel überdosiert werden und welche ist die richtige Dosis?

Mehr als 5 bis 10 g pro Tag sollten Sie nicht einnehmen. Frauenmantel enthält so genannte Tannine, die in Überdosierung schädlich auf die Leber wirken. Wenn Sie die Pflanze für Heilzwecke nutzen wollen, ist es ratsam, nicht zu viele Exemplare zu pflanzen . Die Ernteerträge fallen in der Regel hoch aus und was wollen Sie am Ende mit Schränken voller getrocknetem Kraut?

Achtung: Schwangere bis zum 8. Monat sollten den Frauenmantel nicht anwenden. Er kann vorzeitige Wehen und somit eine Fehlgeburt in Gang setzen. Erst wenn der Fötus circa in der 36. Woche voll ausgebildet ist, kann/sollte das Frauenkraut regelmäßig eingenommen werden.

Tipps & Tricks

Frauenmantel kann auch pur direkt von der Pflanze verzehrt werden. Doch der bittere Geschmack mundet den Wenigsten… Sowohl die Blätter als auch die Blüten sind essbar .

KKF

Text: Anika Gütt

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