Franzosenkraut – ist das Knopfkraut für Menschen essbar?

Franzosenkraut ist vermehrungsfreudig, so begegnet man ihm überall in der freien Natur. Manchmal bahnt es sich sogar den Weg in unsere Gemüsebeete. Statt es verärgert samt Wurzeln auszureißen, sollten Sie ihm eine Gelegenheit geben, seinen guten Geschmack zu beweisen.

Knopfkraut essbar
Das Franzosenkraut ist eine leckere Zutat für die Kräuterküche

Die verwendbaren Pflanzenteile

Es könnte gut sein, dass die Menschen, die das Franzosenkraut bekämpfen oder ignorieren, einfach nicht wissen, dass es essbar ist. Folgende Pflanzenteil dürfen in der Küche zum Einsatz kommen:

  • Blätter
  • Blüten
  • Samen

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Tipps

Das Franzosenkraut gibt es sowohl behaart als auch unbehaart. Wenn es um die Essenszubereitung geht, werden beide Sorten in gleicher Weise verwendet.

Die guten Inhaltsstoffe

Wie fast jedes Wildkraut, ist auch das Franzosenkraut, dessen Zweitname Knopfkraut lautet, randvoll mit gesunden Inhaltsstoffen. Vorne weg sind das:

  • Eisen
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Mangan
  • Vitamin A
  • Vitamin C

Verwendung in der Küche

Das Franzosenkraut ist so vielseitig wie andere, grüne Blattgemüsesorten auch. Sein Geschmack wird als salatähnlich beschrieben, deswegen dürfen junge, zarten Blätter in rohem Zustand Salate bereichern. Rohe Blätter sind aber auch eine ideale Zutat für frisch zubereitete Smoothies oder Pestos. Gedünstet kann es ähnlich dem Spinat zubereitet werden.

Tipps

Aus getrockneten Samen lassen sich das ganze Jahr über wunderbare, köstliche und natürlich kerngesunde Sprossen ziehen.

Einsatz als Heilkraut

Franzosenkraut schmeckt nicht nur gut, es heilt auch. In seiner peruanischen Heimat werden seine Heilkräfte auch heutzutage sehr geschätzt. In Regenerationsphasen nach schweren Krankheiten ist es ein guter Energiespender. Ein Tee aus getrockneten oder frischen Blättern bzw. Blüten hilft bei Magen-Darm-Beschwerden. Die Aufzählung seiner heilenden Wirkungen könnte noch lange fortgeführt werden.

Franzosenkraut sammeln

Wenn es sich nicht gerade im eigenen Garten verirrt hat, kann das Knopfkraut auch in der Natur gesammelt werden. Mit etwa 60 cm Wuchshöhe ist es leicht zu entdecken. Halten Sie in der Nähe von Äckern und an Wegesrändern Ausschau nach ihm.

Sie erkennen Franzosenkraut vor allem an den kleinen Blüten. Sie haben eine gelbe Mitte und meist fünf kurze, weiße Blütenblätter. Die Sammelzeit beginnt im April. Weitere Informationen zu diesem Wildkraut finden Sie in unserem Steckbrief.

Tipps

Sie können das Franzosenkraut auch gezielt im Garten ansiedeln. Es bevorzugt einen lockeren, humosen und trockenen Boden, dann ist es in seinem Wachstum kaum noch zu bremsen.

Text: Daniela Freudenberg

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