Worauf Sie beim Bau einer Feuerstelle im Garten besonders achten sollten

Knisterndes, flackerndes Feuer schafft nicht nur im Sommer Lagerfeuerromantik: Seit alters versammeln sich Menschen gern um ein offenes Feuer, verspricht dieses doch Wärme und Schutz. Deshalb erhellt ein Lagerfeuer nicht nur laue Sommernächte, sondern verlängert die Garten- und Grillsaison um einige Wochen. Vor einer solchen Wärmequelle lässt es sich schließlich noch im späten Herbst oder im zeitigen Frühjahr gut aushalten.

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Metallvorrichtungen bieten die Möglichkeit einer mobilen Feuerstelle

Vor dem Bau einen Blick in die Gemeindeordnung werfen

Allerdings ist der Bau einer Feuerstelle nicht immer erlaubt. Insbesondere vor dem Errichten einer festen, beispielsweise gemauerten Feuerstelle sollten Sie zunächst einen Blick in die Gemeindeordnung werfen bzw. beim zuständigen Bauamt nachfragen – ganz besonders dann, wenn Sie Nachbarn in direkter Nähe haben. Wer einen Schrebergarten sein Eigen nennt, sollte dagegen zunächst einmal den Pachtvertrag bzw. die Kleingartenordnung seines Vereins genau in Augenschein nehmen: Viele Kleingartenvereine verbieten die Errichtung einer Feuerstelle nämlich, meist aufgrund der unmittelbaren Nähe zu den Nachbarn. Diese könnten sich von der Rauchentwicklung gestört fühlen.

Worauf Sie beim Verbrennen von Holz im Garten achten müssen

Außerdem gilt es beim Verbrennen von Holz im Garten, sich an bestimmte Regeln zu halten. Diese dienen der eigenen Sicherheit – ein offenes Feuer stellt schließlich, so romantisch es auch sein mag, immer ein Sicherheitsrisiko dar – sowie der Bewahrung des nachbarschaftlichen Friedens.

Was Sie beim Verbrennen von Holz in der Feuerstelle nicht machen sollten

Auf keinen Fall sollten Sie nasses und / oder frisches Holz verbrennen. Dieses erzeugt sehr viel Rauch, der wiederum die Nachbarn belästigt und Ihnen zudem viel Ärger mit der örtlichen Feuerwehr einbringen kann. In den meisten Gemeindeordnungen ist das Verbrennen solches Holzes daher verboten bzw. auf bestimmte Monate im Jahreslauf (beispielsweise vom 01. bis zum 31. März) beschränkt. Weitere Regeln für das Verbrennen von Holz im eigenen Garten sind:

  • kein Feuer bei starkem Wind: Hier können Funken fortgeweht werden, die nebenstehende Häuser in Brand setzen können.
  • kein Verbrennen von Sperrholz oder anderweitig behandeltem Holz (beispielsweise lackiertem, gestrichenem oder mit Teer behandeltem Holz): Entstehung von giftigen Gasen
  • kein Einsatz von Benzin oder anderen Brandbeschleunigern: Verletzungsgefahr!
  • Holz aus dem Wald darf nur mit Genehmigung des Försters oder der Gemeinde geschlagen bzw. gesammelt werden

Wie Sie es richtig machen

  • nur gut abgelagertes, getrocknetes und unbehandeltes Holz verbrennen
  • geeignete Holzarten: Scheite, Briketts, trockene Zweige und Reisig, trockene Zapfen, trockene Äste oder auch einzelne Baumstämme (so genanntes Schwedenfeuer)
  • Holz immer erst direkt vor dem Anzünden aufschichten: Gern verstecken sich Igel und andere Kleintiere darin, die Sie dann mit verbrennen würden.
  • Auf sicheren Standort achten: Untergrund feuersicher mit Sand und Steinen gestalten
  • keine brennbaren Materialien, Bäume oder Holzhütten / -häuser im Umkreis von 50 Metern
  • ein ebenso großer Sicherheitsabstand zu den Nachbarn muss ebenfalls eingehalten werden
  • Feuer niemals unbeaufsichtigt brennen lassen!
  • Löschmittel (beispielsweise einen Eimer Wasser oder eine Kiste Sand) bereithalten.
  • Feuer beim Verlassen vollständig löschen – keine Glut lassen!

Welche Arten von Feuerstellen eignen sich für den Garten?

in puncto Feuerstelle gibt es viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten: Klein oder groß, gemauert oder mobiler Feuerkorb, aus Keramik, gebrauchten Ziegelsteinen oder anderen Steinen, aus Metall, Glas oder als Upcycling-Projekt mit Materialien wie etwa alten Autoreifen oder Felgen. Ein paar Ideen haben wir für Sie übersichtlich in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Fest installiert / mobilArt der FeuerstelleGeeignete MaterialienVorteileWas beachtet werden muss
fest installiertgemauertverschiedene Steine: Bruchsteine, Schamott, Ziegel, Pflastersteine, Granit, Klinker…freie Gestaltung der Feuerstelle, passend zum Gartendesignnur feuerfeste Steine verwenden: Zerspringen sonst in der Hitze
fest installiertGartenofen, gemauerter Grill mit Kaminverschiedene SteineMehrzwecknutzung möglich, als Bausatz im Handel erhältlichBauvorschriften beachten, beim Eigenbau auf feuerfeste Materialien achten
fest installiertoffenes Lagerfeuerwindgeschützte, offene Fläche in großen GärtenLagerfeuerromantik, schnell errichtetUntergrund feuersicher vorbereiten, Begrenzung aus Stein errichten
mobilSchwedenfeuergeschlitzter Baumstamm oder Holzklotz, mindestens 50 Zentimeter im Durchmessernatürliche Variante einer FeuerschaleNadelholz verwenden, ausgekühlte Reste im Biomüll entsorgen
mobilFeuerschalen oder -körbeMetall, Keramik, manchmal Glasindividuell aufstellbar, meist keine Genehmigung erforderlichnur auf geeigneten, feuerfesten Untergründen aufstellen, keinesfalls auf Rasen
fest installiert / mobilGaskaminMetall oder GlasFeuer auf Knopfdruck, ohne HolzTischkamine eignet sich nicht zum Grillen

Fest installierte Feuerstellen

Gemauerte Feuerstellen im Garten können ganz unterschiedlich gestaltet werden: beispielsweise aus edlen Natursteinen oder feuerfesten, alten Ziegelsteinen. Sie können einen solchen Platz entweder eben auf dem Boden planen und Sitzgelegenheiten darum herum aufstellen oder aber die Feuerstelle in eine Vertiefung im Boden einlassen. In diesem Fall lassen sich um das Feuer herum Stufen einbauen, die zugleich als Sitzgelegenheiten dienen können.

Mobile Feuerstellen

Feuerkörbe oder -schalen bedürfen in der Regel keiner behördlichen Genehmigung, müssen aber wie feste Feuerstellen auch auf einem sicheren Untergrund aufgestellt werden. Dies gilt vor allem dann, wenn sie an den Seiten oder nach unten offen sind und so Glut entweichen kann. Am besten eignen sich steinerne Untergründe.

Tipps

Viele handelsübliche Feuerkörbe oder -schalen lassen sich zudem zum Grill umfunktionieren, indem Sie einfach einen passenden Rost auflegen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Cornelia Pithart/Shutterstock

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