Feuerstelle

Feuerstelle mauern: So gelingt der Gartenbau im Handumdrehen

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Der Traum vom eigenen Lagerfeuer im Garten lässt sich mit einer gemauerten Feuerstelle leicht verwirklichen. Dieser Artikel erläutert Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Feuerstelle planen, bauen und gestalten – von der Materialauswahl bis zu wichtigen Sicherheitshinweisen.

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Eine Feuerstelle selber zu mauern ist keine große Herausforderung

Geeignete Materialien

Damit Sie lange Freude an Ihrer Feuerstelle haben, ist die Wahl der richtigen Baustoffe entscheidend. Um den hohen Temperaturen beim Abbrennen standzuhalten, sollten Sie ausschließlich hitzebeständige Materialien verwenden. Besonders gut geeignet sind:

  • Klinker- und Ziegelsteine: Diese Klassiker überzeugen durch ihre Robustheit und Hitzebeständigkeit. Sie verleihen Ihrer Feuerstelle ein traditionelles Erscheinungsbild.
  • Schamottesteine: Wenn Sie besonderen Wert auf maximale Hitzetoleranz legen, sind Schamottesteine die ideale Wahl. Sie wurden speziell für Temperaturen bis zu 1200 °C entwickelt.
  • Natursteine: Natursteine wie Granit oder Basalt setzen dekorative Akzente und fügen sich harmonisch in naturnahe Gärten ein. Auch diese Gesteinsarten zeichnen sich durch ihre Hitzebeständigkeit aus.

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Planung und Vorbereitung

Bevor Sie mit dem Bau beginnen, sind einige grundlegende Überlegungen und Vorbereitungen notwendig, um die Sicherheit und den Erfolg Ihres Projekts zu gewährleisten.

  • Standortwahl: Wählen Sie einen windgeschützten Bereich mit ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien wie Bäumen, Sträuchern oder Gartenmöbeln. Achten Sie auch auf genügend Abstand zu Gebäuden, um Brandgefahren zu vermeiden.
  • Genehmigungen: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder Stadtverwaltung, ob für den Bau einer Feuerstelle Genehmigungen erforderlich sind und holen Sie diese gegebenenfalls ein.
  • Größe und Form: Stimmen Sie die Dimensionen Ihrer Feuerstelle auf den verfügbaren Platz und Ihre persönlichen Bedürfnisse ab. Runde, quadratische oder rechteckige Formen sind gängig und bieten jeweils eigene Vorteile.
  • Untergrund: Wählen Sie einen ebenen, stabilen Bereich ohne unterirdische Leitungen. Ein Fundament aus Kies oder Schotter sorgt für eine solide Basis und gute Drainage.

Bau einer gemauerten Feuerstelle

Der Bau einer gemauerten Feuerstelle gliedert sich in mehrere Schritte:

1. Aushub

Beginnen Sie mit dem Aushub des Erdreichs an der gewählten Stelle. Markieren Sie dazu die Umrisse der Feuerstelle und heben Sie den Boden innerhalb dieser Markierung aus. Eine Tiefe von etwa 10 cm wird in der Regel empfohlen. Füllen Sie den Bereich anschließend mit einer Schicht Kieselsteine, um eine gute Drainage zu gewährleisten.

2. Fundament

Je nach Größe der Feuerstelle und der Beschaffenheit des Bodens kann ein stabiles Fundament notwendig sein. Hierfür wird eine tiefere Grube ausgehoben, die mit einer Kiesschicht und einer Betonplatte mit Bewehrung versehen wird.

3. Mauern

Beginnen Sie mit dem Mauern der ersten Reihe feuerfester Steine auf dem vorbereiteten Fundament. Verwenden Sie hitzebeständigen Mörtel und achten Sie darauf, jede weitere Reihe versetzt zu setzen, um die Stabilität der Konstruktion zu erhöhen.

4. Einfassung

Nachdem die Mauer steht, können Sie die Einfassung gestalten. Wählen Sie hitzebeständige Materialien wie Natursteine, Pflasterklinker oder Betonplatten, die sich harmonisch in Ihren Garten einfügen.

5. Befüllen

Zum Abschluss füllen Sie den Innenboden der Feuerstelle mit einer Schicht Lavamulch. Dies sorgt für eine effektive Drainage und schützt die darunterliegende Erde vor den hohen Temperaturen.

Varianten und Gestaltungsmöglichkeiten

Es gibt eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, um Ihre Feuerstelle individuell anzupassen:

  • Eingelassene Feuerstelle: Eine tiefergelegte Feuerstelle bietet Windschutz und integriert sich ästhetisch in den Garten.
  • Feuerstelle mit Sitzgelegenheiten: Eine Sitzmauer oder eingebaute Sitzflächen laden zum gemütlichen Verweilen ein.
  • Feuerstelle mit Grillfunktion: Mit einem integrierten Grillrost wird Ihre Feuerstelle zur multifunktionalen Outdoor-Küche.
  • Überdachte Feuerstelle: Ein Schutzdach ermöglicht es Ihnen, die Feuerstelle auch bei wechselhaftem Wetter zu nutzen.

Sicherheitshinweise

Beachten Sie unbedingt die folgenden Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang mit Feuer im Garten:

  • Halten Sie ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien ein.
  • Verwenden Sie keine Brandbeschleuniger.
  • Beaufsichtigen Sie das Feuer stets.
  • Halten Sie Löschmittel bereit.
  • Löschen Sie das Feuer vollständig, bevor Sie die Feuerstelle verlassen.
  • Verbrennen Sie keine frischen Gartenabfälle.
  • Achten Sie auf Windverhältnisse.
  • Respektieren Sie regionale Vorschriften und Feuerverbote.

Genießen Sie die wohlige Wärme und das stimmungsvolle Ambiente Ihrer selbstgebauten Feuerstelle und verbringen Sie unvergessliche Stunden im Freien!

Bilder: Artazum / Shutterstock