Feuerstelle im Garten anlegen – so gelingt der Plan

Ein knisterndes Feuer im abendlichen Sommergarten muss kein Wunschtraum bleiben. Für jede Gartengröße gibt es dekorative Optionen, um einem romantischen Lagerfeuer Form und Gestalt zu verleihen. Dieser Ratgeber gibt eine Fülle praktischer Hinweise, wie Sie eine Feuerstelle im Garten fachgerecht und sicher anlegen.

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Eine Feuerstelle muss ausreichend weit von Büschen und Bäumen entfernt sein

Standortwahl – Sicherheit ist Trumpf

Eine umsichtige Standortwahl ebnet den Weg zur unbeschwerten Freude an einem prasselnden Lagerfeuer im Garten. Im Fokus stehen nicht nur ästhetische Gesichtspunkte, damit sich die Feuerstelle harmonisch in die Gartengestaltung integriert. Tragen Sie bitte ebenfalls wichtigen Sicherheitsaspekten Rechnung, indem Sie einen Standort wählen mit diesen Rahmenbedingungen:

  • In ausreichender Distanz zu Sträuchern, Bäumen und anderen entzündlichen Materialien
  • Mindestens 50 Meter vom Gartenhaus, Wohnhaus und anderen Gebäuden entfernt
  • Keine Erdleitungen für Gas und Strom unterhalb der Feuerstelle

Wichtig zu beachten ist, dass die Betreibung offener Feuerstellen in zahlreichen Gemeinden meldepflichtig ist. Erkundigen Sie sich daher im Vorfeld beim Ordnungsamt oder der Feuerwehr, welche gesetzlichen Pflichten zu erfüllen sind. Von der Genehmigungs- und Meldepflicht ausgenommen sind Feuer in geschlossenen Behältnissen hinter einer schützenden Tür oder unter einem Deckel.

Fünf-Minuten-Feuerstelle anlegen – so geht es im Handumdrehen

Die schnellste und einfachste Art für eine Feuerstelle im Garten erfordert weder zeitlichen Aufwand noch handwerkliches Geschick. Benötigt werden einige große Feldsteine oder Klinker, Kieselsteine als Unterlage, eine Schaufel und Feuerholz. So gehen Sie fachgerecht vor:

  • Am geeigneten Standort eine 10 bis 15 cm tiefe Grube ausheben
  • Die Kieselsteine in der Grube und etwa 50 cm über den Rand hinaus bodendeckend ausstreuen
  • Aus den großen Steinen eine runde Feuerstelle anlegen

Legen Sie zuerst eine Schicht Anmachholz in die Grube und schichten größere Holzscheite in Pyramidenform darüber auf. Die Zwischenräume können Sie mit Zeitungspapier oder Sägespänen füllen, damit es besser brennt.

Feuerstelle selber mauern – eine Kurz-Anleitung

Wenn Sie eine gemauerte Feuerstelle anlegen, sind handwerkliche Vorkenntnisse von Vorteil, jedoch nicht zwingend. Als Material werden benötigt: feuerfeste Steine, Kieselsteine, Mörtel, Spachtel, Spaten, Stock und Schnur sowie eine Flasche Sprühfarbe. Messen Sie zunächst die Feuerstelle im Durchmesser der gewünschten Größe ab. In der Mitte stecken Sie den Stock in die Erde, an dem Sie die Schnur befestigen mit der Sprühflasche an anderen Ende. Markieren Sie mit der Farbe nun den Verlauf der äußeren Begrenzung. So verfahren Sie weiter:

  • Die gekennzeichnete Fläche 10 bis 15 cm tief ausheben
  • Kieselsteine darin ausstreuen als bodendeckende Schicht
  • Am Rand der Rundfläche die Steine im Versatz aufschichten mit Mörtel zwischen jeder Schicht
  • Die Mauer bis zur gewünschten Höhe aufziehen und den Mörtel trocknen lassen
  • Mit einem feuchten Pinsel überschüssigen Mörtel rechtzeitig entfernen

Natürlich steht es Ihnen frei, die hier empfohlene Rundform zu modifizieren. Ob Sie eine eckige, ovale oder längliche Feuerstelle anlegen, unterliegt ebenso ihren individuellen Vorstellungen, wie die Auswahl der verwendeten Steinart. Klinker, Feldstein, Granit, Sandstein oder einfach nur übrig gebliebene Pflastersteine erfüllen den Zweck perfekt, solange es sich um ein feuerfestes Material handelt.

Mobile Feuerstelle – mit Metall gelingt’s

Feuerkörbe und Feuerschalen aus Metall sind die ideale Lösung, wenn Sie eine mobile Feuerstelle anlegen möchten. Ganz nach Lust und Laune entfachen Sie ein prasselndes Feuer dort, wo es Ihnen gefällt. Lediglich die empfohlenen Standortbedingungen sollten erfüllt sein. Meiden Sie bitte den Rasen als Stellplatz, weil die Spuren der Hitzeentwicklung bis zum Ende der Saison die Grünfläche verschandeln.

Feuerkörbe bestehen aus Stahlstreben, die sich zu einem Korb formen und mit einem Bodenmetall verschweißt sind. Idealerweise verfügen diese Feuerstellen über Standfüße, um einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum Untergrund zu gewährleisten. Wählen Sie bitte einen windgeschützten Standort, um Holzscheite im Korb sicher und stilvoll abzubrennen.

Feuerschalen sind perfekt geeignet, um die mobile Variante eines klassischen Lagerfeuers zu betreiben. Allerdings sind größere Sicherheitsabstände zu Nachbarn und Gebäuden einzuhalten, da hier schon bei leichtem Wind gefährlicher Funkenflug entstehen kann.

Schwedenfeuer anlegen – Tipps für die skandinavische Variante

Können Sie sich mit einer gemauerten oder metallenen Feuerstelle nicht anfreunden? Dann haben wir eine clevere, besonders naturverbundene Alternative aus Skandinavien für Sie. Ein 30 bis 150 cm langer, 30 bis 50 cm dicker Baumstamm aus Nadelholz wird mit der Säge kreuz-, stern- oder rautenförmig eingeschnitten. Ein Sockel von 10 cm bleibt stehen. Eine zusätzliche Mulde bietet Platz, um darin die Anzündhilfe zu deponieren. Fix und fertig zugeschnittene Schwedenfeuer gibt es übrigens in Holzhandlungen und Baumärkten zu kaufen.

Stellen Sie den Baumstamm kippsicher auf feuerfestem Untergrund auf. Im Umkreis von mindestens 200 cm dürfen sich keine brennbaren Materialien befinden. Zünden Sie nun die Anzündhilfe an und genießen Sie eine lang anhaltende, naturgetreue Feuerstelle in Ihrem Garten.

Tipps

Schenken Sie nicht nur dem Bau Ihrer Feuerstelle Ihre besondere Aufmerksamkeit, sondern auch dem Lagerplatz für das Feuerholz. Damit die aufgeschichteten Holzscheite kein Tummelplatz sind für Zecken, Ratten und andere Schädlinge, achten Sie bitte auf einen trockenen, luftigen und möglichst hellen Standort.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Mysikrysa/Shutterstock

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