Tiere im Garten

Überwinterung von Erdkröten: So unterstützen Sie die Lurche

Artikel zitieren

Erdkröten verbringen die kalte Jahreszeit in einem Zustand der Winterstarre. Dieser Artikel beleuchtet die Lebensweise der Erdkröte im Winter und gibt Tipps zum Schutz der Tiere in der kalten Jahreszeit.

erdkroete-ueberwintern
Ende Februar erwachen Erdkröten aus ihrer Winterstarre

Winterquartier der Erdkröte

Erdkröten überwintern an Land und suchen sich frostfreie Verstecke. Geeignete Orte sind:

  • Erdlöcher: Selbst gegrabene Löcher, die bis zu 80 cm tief sein können, bieten Frostschutz.
  • Komposthaufen: Die Wärmeentwicklung durch Verrottung schützt vor Kälte.
  • Laubhaufen: Diese bieten Wärme und Schutz vor Frost.
  • Baumwurzeln: Hohlräume unter Wurzeln sind beliebte Rückzugsorte.
  • Totholzhecken: Spalten und Hohlräume bieten Sicherheit und Schutz.

Lesen Sie auch

Winterstarre der Erdkröte

Während der Winterstarre werden die Körperfunktionen der Erdkröte stark reduziert: Herzfrequenz und Atmung verlangsamen sich erheblich. In diesem Zustand verbrauchen die Kröten kaum Energie, was ihnen das Überleben in der kalten Jahreszeit ermöglicht. Ab dem ersten Frost verfallen sie in die Winterstarre und bleiben darin bis Februar oder März, wenn es wieder wärmer wird.

Vorbereitung auf den Winterschlaf

Im Herbst bereiten sich Erdkröten auf den Winter vor:

  • Nahrungssuche: Sie fressen intensiv, um Fettreserven anzulegen.
  • Quartiersuche: Frühes Suchen nach frostfreien Verstecken wie Erdlöchern, Laub- und Komposthaufen oder unter Baumwurzeln ist notwendig, um die Winterstarre sicher zu überstehen.

Dauer der Winterruhe

Die Winterruhe dauert von Ende Oktober bis Februar oder März, abhängig von den klimatischen Bedingungen. Steigende Temperaturen im Frühjahr wecken die Kröten aus der Starre, und sie machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Frostsichere Winterquartiere sind essenziell, um schwere Kälteperioden zu überleben.

Gefährdung während der Winterruhe

Während der Winterruhe sind Erdkröten verschiedenen Gefahren ausgesetzt:

  • Frost: Ein nicht ausreichend frostfreies Quartier kann zum Erfrieren führen.
  • Störung: Störungen lassen sie Energie-Reserven schneller aufbrauchen, was ihre Überlebenschancen verringert.
  • Lebensraumverlust: Die Zerstörung natürlicher Lebensräume reduziert geeignete Überwinterungsorte.
  • Schadstoffe: Eingeschwemmte Schadstoffe können ihre Gesundheit beeinträchtigen, da Erdkröten Schadstoffe über den Boden und das Wasser aufnehmen.

Schutz der Erdkröten im Winter

Sie können Erdkröten auf verschiedene Weise schützen:

  • Winterquartiere schaffen: Komposthaufen, Laubhaufen und Totholzhecken bieten zusätzliche frostfreie Rückzugsorte.
  • Naturnaher Garten: Gestalten Sie Ihren Garten so, dass er viele Versteckmöglichkeiten wie Laubhaufen oder Wurzelvertiefungen bietet.
  • Störungen vermeiden: Lassen Sie Laubhaufen und Komposthaufen während der Winterzeit unberührt, um die Ruhe der Kröten nicht zu stören und ihre Energie-Reserven zu schonen.
Bilder: Simlinger / Shutterstock