Das Wandelröschen überwintern – so geht’s

Das Wandelröschen stammt aus Südamerika, wo dauerhaft milde Temperaturen herrschen. Dementsprechend verkraftet der beliebte Sommerblüher winterlichen Frost nicht sehr gut und muss rechtzeitig in ein Winterquartier geräumt werden. Warten Sie hiermit nicht, bis das Thermometer in den Minusbereich fällt, denn dann kann die Pflanze bereits Schaden genommen haben.

Wandelröschen winterhart
Das frostempfindliche Wandelröschen kann in unseren Breitengraden nicht im Freien überwintert werden
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Was ist vor der Überwinterung zu beachten?

Durch einen leichten Schnitt, bei dem alles Abgeblühte entfernt und die Triebe auf etwa die Hälfte eingekürzt werden, wird dem Kleinstrauch die Überwinterung erleichtert. Sehr große Exemplare benötigen dadurch auch weniger Platz im Winterquartier. Überprüfen Sie während des Schnitts die Pflanze gründlich auf Schädlingsbefall und bekämpfen Sie ungebetene Gäste gegebenenfalls.

Überwinterung in einem kühlen Raum

Gut geeignet für die Überwinterung ist ein heller und frostfreier Platz mit einer Durchschnittstemperatur von etwa acht Grad. Der Wurzelballen darf auch im Winter niemals ganz austrocknen. Wässern Sie die Pflanze, sobald sich die oberen Zentimeter der Erde trocken anfühlen. Mäßiges gießen ist ausreichend, gedüngt wird gar nicht.

Überwinterung im Wohnzimmer

Die Tropenpflanze kann ohne weiteres in einem warmen Wohnraum weitergepflegt werden. Hier legt sie jedoch keine echte Ruhepause ein und bildet während des gesamten Winters neue Blüten. Demzufolge müssen Sie folgende Punkte beachten:

  • Der Standort muss möglichst hell sein.
  • Bei Trockenheit ausreichend gießen.
  • Auch im Winter wird im vierwöchentlichen Intervall gedüngt.
  • Verblühtes und vertrocknetes Laub regelmäßig entfernen.
  • Im Zimmer ist die Pflanze empfindlich und wir gerne von Schädlingen befallen. Deshalb häufig kontrollieren.

Tipps

Insbesondere in kalten Räumen mit niedriger Luftfeuchtigkeit verdunstet das Wandelröschen auch in den Wintermonaten viel Feuchtigkeit über die Blattfläche. Hier hat es sich bewährt, die zurückgeschnittene Pflanze locker zusammenzubinden.

Text: Sabine Kerschbaumer

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