Lantana camara
Je sonniger das Wandelröschen steht, desto mehr sich wandelnde Blüten trägt es

Wandelröschen treiben es bunt im sommerlichen Garten

Sie sind der florale Hit im Sommergarten und auf dem Balkon. Wandelröschen ziehen uns in ihren Bann, wenn sie scheinbar nach Lust und Laune die Farbe ihrer exotischen Blütentracht wechseln. Wie Sie ebenfalls in den Genuss des anmutigen Farbenspiels gelangen, erläutern die folgenden Antworten auf oft gestellte Fragen im Detail.

Wandelroeschen richtig pflanzen

Pflanzen Sie Mitte/Ende Mai ein junges Wandelröschen in einen ausreichend großen Kübel oder Blumenkasten, damit unterjährig kein Umtopfen erforderlich ist. Unser Tipp: Setzen Sie auch Sorten für das Beet in einen Topf, den Sie im Boden versenken. Diesen holen Sie im Herbst hervor, um das Ziergehölz frostfrei zu überwintern. Eine strukturstabile Kübelpflanzenerde, durchlässig und nährstoffreich, füllen Sie erst ein, wenn Sie über der Bodenöffnung Tonscherben als Drainage eingefügt haben. Derweil wird der noch eingetopfte Wurzelballen mit weichem Wasser getränkt, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Bewahren Sie die bisherige Pflanztiefe vor, wenn Sie die nun ausgetopfte Lantana camara in die Erde setzen. Ein wohl bemessener Schluck kalkfreien Wassers rundet den Pflanzvorgang fachgerecht ab.
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Pflegetipps

Sie erleben ein Wandelröschen in floraler Bestform, wenn dem aparten Blütengehölz dieses Pflegeprogramm zuteil wird:

  • Das Substrat kontinuierlich feucht halten mit kalkfreiem Wasser
  • An heißen Sommertagen zwei Mal täglich gießen
  • Von März bis September wöchentlich flüssig düngen
  • Verwelkte Blüten zeitnah abschneiden für eine lange Blütezeit
  • Alle Pflegearbeiten mit schützenden Handschuhen ausführen

Im Herbst schneiden Sie die restlichen Blüten sowie eventuelle Beerenfrüchte ab, um das Ziergehölz mitsamt Topf und Blumenkasten einzuräumen. Am hellen Standort gelingt die Überwinterung bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Gießen Sie weniger und verabreichen Sie von Oktober bis Februar bitte keinen Dünger. Im Februar/März schneiden Sie das tropische Blütengehölz um bis zu 75 Prozent zurück und topfen die Pflanze um in frisches Substrat.
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Welcher Standort ist geeignet?

Ihr malerisches Farbenspiel entfalten Wandelröschen einzig am sonnigen und warmen Standort. Beträgt die tägliche Ausbeute an Sonnenstrahlen mehr als 4 Stunden, dürfen Sie sich über eine nicht enden wollende Blütezeit freuen vom Frühling bis weit in den Herbst hinein. Ihren Platz unter freiem Himmel nehmen die exotischen Ziersträucher erst dann ein, wenn die Temperaturen permanent die 15-Grad-Marke übersteigen.

Der richtige Pflanzabstand

Bei der fachgerechten Bemessung des Pflanzabstandes rückt das besondere Wuchsverhalten des Wandelröschens in den Fokus. Mehrheitlich gedeihen Lantana camara der beliebten Hybriden-Serien Bandana, Esperanta oder Tropic mehr als doppelt so breit wie hoch. Die Schönheiten der Luxor-Serie übertreffen ihre Wuchshöhe in der Breite gar um das Dreifache. Mit einem Pflanzabstand von 40-50 cm liegen Sie im Beet somit genau richtig. Für die Kultivierung im Balkonkasten reduzieren Sie diesen Wert um 5-8 cm.

Welche Erde braucht die Pflanze?

Ein edles Blütengehölz sollte nicht mit billiger Blumenerde vom Discounter konfrontiert werden. Damit das Wandelröschen sein magisches Farbenspiel in Perfektion zur Schau stellen kann, kommt eine hochwertige Kübelpflanzenerde mit einem pH-Wert von 6,0 bis 6,5 in die engere Wahl. Gut bewährt hat sich die Einheitserde ED73 Classic mit Naturton und Weißtorf. Für die Kultivierung im großen Kübel, rückt das Topfsubstrat CL Perl Classic in den Fokus, strukturstabil und mit hoher Luftkapazität für die Wurzeln. Eine Erde in Premium-Qualität bietet der Fachhandel mit Gepac B&B an, mit hochwertigen Komponenten und extra Eisendünger zur Vorbeugung gegen Blattchlorose.

Was ist die beste Pflanzzeit?

Das Wandelröschen fand den Weg zu uns aus den sonnigen, warmen Tropenregionen dieser Erde. Entsprechend empfindlich reagiert das Ziergehölz auf Kälte. Das Zeitfenster für die Pflanzung öffnet sich erst dann, wenn die Quecksilbersäule dauerhaft die 15-Grad-Marke übersteigt. In Mitteleuropa ist dies frühestens ab Mitte/Ende Mai der Fall.

Wann ist Blütezeit?

Das Wandelröschen macht seinem Ruf als Dauerblüher alle Ehre mit einer Blütezeit von Mai bis in den Oktober hinein. Um dieses Blütenfestival über den langen Zeitraum aufrecht zu erhalten, bedarf das Gehölz freilich Ihrer gärtnerischen Rückendeckung. Schneiden Sie die verwelkten Blüten regelmäßig aus, denn darunter befinden sich bereits die nächsten Knospen in Wartestellung. Bitte verwenden Sie hierzu eine scharfe, desinfizierte Schere, da die Triebe im Laufe der Saison verholzen.
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Wandelroeschen richtig schneiden

Im Verlauf der sommerlichen Wachstums- und Blütezeit kommt die Gartenschere nur dann zum Einsatz, wenn Sie die verwelkten Blüten abschneiden. Ansonsten möchte das Wandelröschen in Ruhe haben. Einzige Ausnahme ist ein Schnitt der schönsten Blütenstängel für die Vase oder den Blumenstrauß. Schneiden Sie hierzu Triebe mit soeben geöffneten Blüten für eine lange Haltbarkeit. Den zentralen Form- und Erhaltungsschnitt erhält das Blütengehölz im Februar/März, wenn sich die Winterruhe dem Ende nähert. Zu diesem Termin schneiden Sie die Triebe um bis zu zwei Drittel ab. Je beherzter Sie zu Werke gehen, desto üppiger fällt die nächste Blüte aus, da das Verbenengewächs stets an den diesjährigen Trieben blüht. Beachten Sie bitte bei der Schnittführung, dass Sie die Schere wenige Millimeter über einem nach außen gerichteten, schlafenden Auge ansetzen. Ein schlafendes Auge erkennen Sie als leichte Verdickung unter der Rinde.
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Wandelroeschen gießen

Lassen Sie das Substrat nicht austrocknen. Je sonniger der Standort, desto durstiger ist das Wandelröschen. Gießen Sie indes erst dann, wenn die Oberfläche der Erde angetrocknet ist, damit sich keine Staunässe bilden kann. An heißen Sommertagen ist es keine Seltenheit, dass die Pflanze am frühen Morgen und nochmals in den Abendstunden gewässert wird. Verwenden Sie bitte überwiegend weiches Wasser, wie die tropische Schönheit es aus ihrer Heimat kennt.

Wandelroeschen richtig düngen

Sie kommen dem Wunsch nach einer hohen Nährstoffversorgung nach, wenn Sie das Wandelröschen von März bis September wöchentlich flüssig düngen. Alternativ verabreichen Sie im März, Mai und Juli einen Langzeitdünger in Stäbchen- oder Kegelform. Im Oktober stellen Sie die Gabe von Dünger ein, damit die Pflanze vor der Winterruhe ausreift.
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Krankheiten

Es ist der hohe Wasserbedarf, der das Wandelröschen zugleich anfällig macht für Botrytis, den im Garten weit verbreiteten Grauschimmel. Insbesondere durch Versäumnisse in der Pflege geschwächte Pflanzen zählen zum Beuteschema der Pilzsporen. Breitet sich auf den Blättern und Trieben ein grauer Schimmelrasen aus, besteht dringender Handlungsbedarf. Schneiden Sie umgehend alle befallenen Pflanzenteile ab, um diese im Hausmüll zu entsorgen. Stellen Sie alle Rahmenbedingungen der Kultivierung auf den Prüfstand, um eventuelle Verbesserungen einzuleiten. Ein wirksames Bekämpfungsmittel konnte bislang nicht entwickelt werden.
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Schädlinge

Häufig wird das Wandelröschen heimgesucht von penetranten Weißen Fliegen. Gegen diese Schädlinge haben sich Klebefallen gut bewährt. Diese mit Leim beschichteten Tafeln hängen Sie in den befallenen Pflanzen auf. Den lästigen Blattläusen bereiten Sie mit der klassischen Schmierseifenlösung den Garaus.

Überwintern

Eine erfolgreiche Überwinterung ist weniger heikel, als es die tropische Herkunft vermuten lässt. Räumen Sie Ihre Wandelröschen rechtzeitig ein, wenn im Herbst die Temperaturen unter 15 Grad Celsius fallen. Zuvor schneiden Sie lediglich die verwelkten Blüten und eventuelle Früchte ab, da der beste Termin für den Hauptschnitt am Ende der Winterruhe liegt. So kommen die immergrünen Gehölze gesund und munter durch den Winter:

  • Aufstellen am hellen, nicht vollsonnigen Fensterplatz
  • Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius
  • Je mehr Blätter abfallen, desto weniger wird gegossen
  • Von Oktober bis Februar nicht düngen

Im Februar/März schneiden Sie das Wandelröschen kräftig zurück und topfen um in frisches Substrat. Gewöhnen Sie in der Folgezeit das gestresste Gehölz schrittweise an sonnige Lichtverhältnisse und höhere Temperaturen, bevor es ab Mitte/Ende Mai seinen Platz im Sommergarten einnimmt.
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Wandelroeschen vermehren

Mithilfe von halb verholzten Kopfstecklingen züchten Sie sich im Handumdrehen weitere Wandelröschen heran. Schneiden Sie hierzu im Sommer nicht blühende Triebe mit einer Länge von 10-12 cm ab, um diese in der unteren Hälfte zu entlauben. In diesen Schritten gehen Sie weiter vor:

  • Kleine Töpfchen füllen mit Torf-Sand oder Anzuchterde
  • Jeweils einen Steckling zu zwei Drittel einsetzen und angießen
  • Eine transparente Tüte überstülpen, um ein feucht-warmes Mikroklima zu erzeugen
  • Am halbschattigen, warmen und windgeschützten Standort aufstellen

Halten Sie in der Folgezeit das Substrat konstant leicht feucht mit weichem Wasser. Damit sich keine Fäulnis bildet, lüften Sie die Abdeckung mehrmals täglich. Treibt ein Steckling frisch aus, verläuft die Bewurzelung erfolgreich und die Haube kann weichen. Pflegen Sie Ihre Zöglinge den Winter hindurch am hellen, kühlen Fensterplatz, wie ihre adulten Artgenossen. Bis zum nächsten Frühling halten Sie vitale und kräftige Jungpflanzen in Händen.
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Ist Wandelroeschen giftig?

Sämtliche Mitglieder der Wandelröschen-Gattung sind in allen Teilen giftig. Leider führt das allseits so beliebte Lantana camara das toxische Ranking an. In erster Linie konzentriert sich der Giftgehalt in den Beerenfrüchten. Ein absichtlicher oder unabsichtlicher Verzehr äußert sich in dramatischen Symptomen, die einer Vergiftung durch Tollkirschen gleichen. Im Familiengarten und in der Reichweite von Haustieren hat das Ziergehölz somit nichts verloren. Bitte tragen Sie als Gärtner diesem Umstand Rechnung, indem Sie bei allen Pflanz- und Pflegearbeiten Handschuhe und langärmelige Kleidung tragen.
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Schöne Sorten

  • Cherry Sunrise: Zweifarbige Premium-Sorte der großblütigen Bandana-Serie mit orangen und pinken Blüten; 60-150 cm
  • Calipo Gold: Buschige, straff aufrechte Lantana-Züchtung mit goldgelbem Blütenzauber für Topf und Blumenkasten; 40 cm
  • Esperanta Pink: Prachtvolles Ziergehölz mit rosaroten Blüten und extra langer Blütezeit von Mai bis Oktober; 35-40 cm
  • Lucky Peach: Das Wandelröschen verbreitet mit wechselnden Pfirsisch-Nuancen mediterranes Flair; 35-40 cm
  • Tutti Frutti: Floraler Verwandlungskünstler mit Blüten in Orange, Rosa, Violett und Gelb; 50-150 cm
  • Bandana Red: Sommerlicher Blütentraum in leuchtenden Rottönen, überreich blühend im Beet und Topf; 50-150 cm
  • Lucky Lemon Cream: Das Wandelröschen der Lucky-Serie legt ein creme-gelbes Blütenkleid an; 35-40 cm
  • Luxor Yellow: Die kleinwüchsige Sorte überzeugt mit gelber Blütenpracht und breitbuschigem Habitus: 20 cm hoch

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