Wandelröschen

Wandelröschen bleibt kahl: Wie Sie es zum Austreiben bringen

Artikel zitieren

Das Wandelröschen begeistert mit seinen farbenfrohen Blüten, doch manchmal bleibt der ersehnte Austrieb im Frühjahr aus. Dieser Artikel beleuchtet mögliche Ursachen für das Ausbleiben des Austriebs beim Wandelröschen und zeigt effektive Maßnahmen zur Förderung des neuen Wachstums auf.

Wandelröschen blüht nicht
Manchmal zeigt das Wandelröschen erst recht spät seine bunten Blüten

Mögliche Ursachen für das Ausbleiben des Austriebs

Bedingungen im Winterquartier: Ein gesunder Austrieb im Frühling setzt voraus, dass die Überwinterungsbedingungen stimmen. Hierbei spielen folgende Faktoren eine entscheidende Rolle:

  • Temperatur: Ideal für das Wandelröschen sind Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius während der Wintermonate. Zu warme Temperaturen verhindern die notwendige Ruhephase der Pflanze, was zu einem verzögerten oder ausbleibenden Austrieb führen kann.
  • Lichtverhältnisse: Ein heller Standort im Winterquartier unterstützt das Wandelröschen in seiner Ruhephase. Auch wenn die Pflanze auch an schattigeren Plätzen überwintert, kann ein Mangel an Licht den Austrieb im Frühling beeinträchtigen.
  • Bewässerung: Halten Sie den Wurzelballen während der Überwinterung leicht feucht, vermeiden Sie jedoch Staunässe, um Wurzelschäden vorzuwirken.

Lesen Sie auch

Natürlicher Rhythmus: Geduld ist manchmal gefragt, denn das Wandelröschen treibt im Vergleich zu anderen Pflanzenarten oft erst später im Frühjahr aus. Dies ist kein Grund zur Besorgnis, sondern entspricht dem natürlichen Wachstumszyklus der Pflanze.

Schädlinge und Krankheiten: Schädlinge und Krankheiten können das Wachstum und den Austrieb des Wandelröschens beeinträchtigen:

  • Spinnmilben und Grauschimmel: Achten Sie besonders während der Überwinterung auf einen möglichen Befall mit Spinnmilben oder Grauschimmel. Das Risiko steigt mit höheren Temperaturen im Winterquartier.
  • Weiße Fliegen und Blattläuse: Kontrollieren Sie Ihr Wandelröschen regelmäßig auf Befall mit Weißen Fliegen und Blattläusen, die sowohl im Winterquartier als auch im Sommer auftreten können.

Bewässerung: Eine falsche Bewässerung kann ebenfalls zu einem ausbleibenden Austrieb führen. Vermeiden Sie sowohl Staunässe als auch ein vollständiges Austrocknen des Wurzelballens.

Schnitttechnik: Ein falscher oder zu später Rückschnitt kann den Austrieb ebenfalls negativ beeinflussen. Ein fachgerechter Rückschnitt vor der Überwinterung oder im frühen Frühjahr fördert das gesunde Wachstum und den Austrieb.

Maßnahmen zur Förderung des Austriebs

Wenn Ihr Wandelröschen keinen Austrieb zeigt, können Sie verschiedene Maßnahmen ergreifen, um die Pflanze zu unterstützen:

Rückschnitt: Ein Rückschnitt regt den Austrieb an. Entfernen Sie abgestorbenes Pflanzenmaterial und kürzen Sie die Triebe um etwa ein Drittel ein. Ein jährlicher Rückschnitt im frühen Frühjahr oder vor der Überwinterung trägt zu einem gesunden Wachstum bei.

Standortwechsel: Sobald keine Nachtfröste mehr drohen, können Sie das Wandelröschen ins Freie stellen. Die natürlichen Bedingungen im Freien fördern den Austrieb. Wählen Sie einen geschützten, sonnigen Platz, um die Pflanze langsam an die Sonne zu gewöhnen. Vermeiden Sie anfangs direkte Sonneneinstrahlung und schützen Sie die Pflanze bei späten Frösten.

Weitere Pflegetipps:

  • Wasserbedarf: Gießen Sie das Wandelröschen regelmäßig mit kalkarmem Wasser, idealerweise mit Regenwasser.
  • Düngung: Ab dem Frühjahr unterstützt eine regelmäßige Düngung den Austrieb und das allgemeine Pflanzenwachstum.
  • Standort: Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort für Ihr Wandelröschen. Achten Sie bei größeren Pflanzen in Kübeln oder im Freiland auf eine ausreichende Standsicherheit, um Schäden durch Wind zu vermeiden.