Engelstrompeten – wie man sie am besten pflegt

Um eine Engelstrompete zu ihrer berühmten Pracht heranzukultivieren, muss man als Hobbygärtner ein wenig Arbeit investieren. Ganz leicht ist die Andenschönheit nicht - welche Pflegemaßnahmen für eine erfolgreiche Kultivierung unentbehrlich sind, lesen Sie im Folgenden.

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Die Engelstrompete hat einen hohen Wasserbedarf

Was Engelstrompeten wollen

Das Wichtigste bei der Pflege von Engelstrompeten ist:

  • die Wassergabe und
  • die Nährstoffzufuhr

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Gießen, gießen, gießen

Die Engelstrompete, wissenschaftlich Brugmansia, stammt aus den südamerikanischen Anden. Hierzulande wird sie nur allzu gern wegen ihrer prachtvollen Blüten gezogen – allerdings bringt ihre ursprüngliche Herkunft bei der hiesigen Kultivierung einige Ansprüche mit sich. Zum einen ist sie durch ihre verdunstungsstarken, oberflächenreichen Blätter eine äußerst durstige Pflanze und muss hierzulande aufgrund ihrer Kälteempfindlichkeit im Kübel gehalten werden. Diese Kombination bringt schon einmal viel Gießarbeit mit sich.

Über die Hauptvegetationsphase hinweg vom Frühjahr über den Sommer ist es ratsam, die Engelstrompete täglich zu gießen. Warten Sie dabei jedes Mal darauf, dass das Wasser unten aus den Abflusslöchern des Kübels dringt und in den Untersetzer läuft. An besonders warmen Tagen im Sommer wird die Engelstrompete regelrecht zur Säuferin. Hier sollten Sie sie mindestens zweimal am Tag kräftig gießen.

Wenn Ihr Leitungswasser kalkhaltig ist, verwenden Sie dies zum Gießen, denn die Engelstrompete ist kalkliebend.

Düngen ist Pflicht

Zum anderen hat sie als Nachtschattengewächs die typische Eigenschaft des Starkzehrers. Sie braucht also nicht nur viel zu trinken, sondern auch viele Nährstoffe, um kraftvoll zu gedeihen. Ein reiches Substrat und kontinuierliche Düngung sind also auch nötig.

Zunächst einmal sollten Sie der Engelstrompete ein voluminöses Substrat in einem großen Kübel bieten. Diesen füllen Sie mit Kübelpflanzenerde und sorgen durch eine Unterschicht Blähton für einen guten Wasserabfluss. Außerdem sollten Sie ihr nach den Winterpause möglichst einen neuen, größeren Topf gönnen und das Substrat mit Langzeitdünger anreichern. Dieser wird über die Vegetationsphase hinweg akute Mangelzustände vermeiden.

Zusätzlich sollten Sie die Pflanze im Frühjahr etwa zweimal pro Woche mit einem stickstoffhaltigen Wachstumsdünger versorgen. So bildet sie einen kräftigen Wuchs aus und ist für die anstrengende Blütephase gut gerüstet. Sie können auch speziellen Flüssigdünger für Engelstrompeten verwenden.

Sobald sich die erste Blüte ankündigt, gehen Sie auf kaliumhaltigen Blühdünger für Kübelpflanzen über, der Ihnen die Blütenfreude erhöhen kann.

Schnitt und Überwinterung

Der Rückschnitt und die Überwinterung sind noch zwei ansprechenswerte Kapitel beim Thema Engelstrompeten-Pflege.

Mäßiger Schnitt

Beim Schnitt ist nicht besonders viel zu beachten. Vor dem Einwintern können Sie die Pflanze etwas zurückschneiden, wobei sie nicht zu radikal vorgehen sollten. Je weniger Sie schneiden, desto üppiger wird die Blüte der Folgesaison ausfallen. Kürzen Sie also nur die äußeren, abgegabelten Triebe ein.

Relativ mild überwintern

Das Überwinterungsquartier der Engelstrompete kann entweder hell oder auch dunkel sein. Je nach Licht liegt die optimale Temperatur bei recht milden 12 bis 18°C bei hellen Standorten oder bei etwa 10°C bei dunklen Standorten. Gießen Sie während der Winterpause nur so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Khairil Azhar Junos/Shutterstock

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