Ist die Engelstrompete freundlich zu Bienen?

Die südamerikanische Brugmansia-Gattung lässt mitteleuropäische Bienen nicht im Stich. Zumindest eine Engelstrompeten-Art spendiert Bienen Pollen und Nektar. Welche Engelstrompete so freundlich zu Bienen ist, erfahren Sie hier. Mit diesen Tipps integrieren Sie Engelstrompeten perfekt in den bienenfreundlichen Garten.

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Die Brugmansia suaveolens ist bei Bienen beliebt

Welche Engelstrompete ist freundlich zu Bienen?

Um Engelstrompeten machen Bienen zumeist einen Bogen. Die bis zu 40 cm langen Blütenkelche sind für eine Pollen- und Nektarernte nicht geeignet. Primär tropische Schwärmer-Schmetterlinge können sich mit ihrem episch langen Saugrüssel an der Nahrungsquelle bedienen. In einer Brugmansia-Art hingegen herrscht im Sommer Hochbetrieb. Insbesondere während der Abendstunden wimmelt es von emsigen Bienen, die sich an der wertvollen Blütennahrung laben.

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Brugmansia suaveolens entfaltet breit röhrenförmige Blütenkelche, die heimischen Wildbienen, Honigbienen und Hummeln den Zugang zum Pollen- und Nektarbuffet erlauben. Von der Wildart abstammende Hybriden machen sich ebenfalls als Bienenweide nützlich. Hierzu zählen die prächtigen Engelstrompete Sorten ‚Engelsbrücke‘ mit gelben, rosa umrandeten Blüten und ‚Frosty Pink‘ mit rosafarbenen Blütentrompeten.

Sind Brugmansia-Pollen giftig für Bienen?

Der Status von Engelstrompeten als stark giftige Pflanzen ist für Bienen nicht relevant. Jeglicher Kontakt mit den giftigen Blüten und Blättern geht an Bienen spurlos vorbei. Das gilt nicht für Menschen und Haustiere. Schon der Verzehr kleinster Mengen Engelstrompete kann lebensbedrohliche bis tödliche Folgen haben.

Gibt es eine bienenfreundliche Unterpflanzung für Engelstrompete?

Mit einer bienenfreundlichen Unterpflanzung wird jede Engelstrompete für Wildbienen und Honigbienen ein beliebtes Anflugziel. Das gilt für Brugmansia im Beet und Kübel gleichermaßen. Als Bienenweide perfekt geeignet sind diese schattenverträglichen, kleinwüchsigen, bodendeckenden Blumen und Stauden:

  • Männertreu (Lobelia erinus), Wuchshöhe 15-30 cm, Blütezeit Mai bis Oktober.
  • Ringelblume (Calendula officinalis), Wuchshöhe 20-30 cm, Blütezeit Mai bis Oktober.
  • Brauner Storchschnabel (Geranium phaeum), Wuchshöhe 40-50 cm, Blütezeit Mai bis September.
  • Teppich-Fettblatt (Sedum spurium), Wuchshöhe 10-20 cm, Blütezeit Juli bis September.
  • Taubnessel (Lamium maculatum), Wuchshöhe 20-25 cm, Blütezeit Mai bis August.

Tipp

Kräftiges Düngen fördert die bienenfreundliche Blütenpracht

Trägt die Engelstrompete ein Meer aus Blüten, finden sich scharenweise Bienen ein. Regelmäßiges Düngen leistet einen wichtigen Beitrag zur üppigen Blütenpracht. Startschuss für die großzügige Nährstoffversorgung fällt beim Umtopfen. Mischen Sie einen Langzeitdünger unter das Substrat. Fortan geben Sie bis August zweimal pro Woche einen Flüssigdünger für Blühpflanzen ins Gießwasser. Eine Überdüngung der Starkzehrer ist nahezu unmöglich.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Konstantinos Livadas/Shutterstock

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